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Strommacher: Paul Kiendler

Unzählige Menschen sorgen dafür, dass in Österreich die Lichter nicht ausgehen. Sie arbeiten zum Beispiel in großen Konzernen oder leiten kleine Familienunternehmen. Eine Geschäftsführerin und einen Geschäftsführer solcher Mitglieder von Oesterreichs Energie stellen wir dieses Mal vor.

Strom hat in unserer Familie eine lange Tradition. Ihren Anfang nahm sie mit einer Mühle, 1895 wurde die erste Turbine installiert, die bereits im 19. Jahrhundert das Schloss Laubegg mit Energie versorgte. 

Paul Kiendler mit Familie, Kiendler E-Werk / Kiendler Vulkanland Strom

„Bei uns hebt keine anonyme Computerstimme ab.“

Paul Kiendler Geschäftsführer von Kiendler E-Werk / Kiendler Vulkanland Strom

Dass unser Unternehmen bis heute in Familienhand ist, macht mich besonders stolz. Mein Urgroßvater begann mit der Elektrifizierung, mein Großvater und Vater waren ebenfalls begeisterte E-Werker und heute darf ich als Geschäftsführer Verantwortung übernehmen. Unterstützt werde ich dabei von meinen beiden Brüdern: Markus kümmert sich um Technik, Netz und Kraftwerke, Ulrich bringt seine betriebswirtschaftliche und organisatorische Erfahrung ein.

Ich selbst komme nicht aus der Technik. Zum Unternehmen kam ich damals, als ein Mitarbeiter aus der Stromverrechnung in Pension ging. Heute zählen neben der Verrechnung und dem Zählermanagement auch der Stromhandel zu meinen Aufgaben.

Vieles von dem Wissen, das ich heute brauche, habe ich direkt im Betrieb gelernt. Zusätzlich habe ich in Kufstein Europäische Energiewirtschaft und Stromhandel studiert – ein damals noch sehr neuer Studienzweig mit einer gelungenen Mischung aus technischem Grundwissen und energiewirtschaftlichem Fokus.

Im Herzen bin ich Verkäufer und wäre gerne noch öfter direkt bei unseren Kundinnen und Kunden unterwegs. Als kleines E-Werk stehen wir ihnen ohnehin sehr nahe. Viele kommen persönlich vorbei, wenn sie Fragen zur Rechnung oder anderen Themen haben – oft entsteht dabei fast schon ein familiäres Verhältnis. Manchmal denke ich, würden wir beim Eingang noch weißen Spritzer ausschenken, hätten wir wohl ein zusätzliches Geschäftsfeld.

Auch telefonisch sind wir persönlich erreichbar. Bei uns hebt keine anonyme Computerstimme ab, sondern die Uschi, die fast alle kennt, sich an Menschen erinnert und auch weiß, wer einen Hund oder eine Katze hat.

Unsere größte Stärke ist die Nähe zur Region und zu den Menschen. Im Tarifvergleich liegen wir vielleicht nicht immer ganz vorne, dafür bieten wir faire Preise und persönlichen Service. Das gelingt auch deshalb, weil unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Region kommen und genau wissen, für wen sie arbeiten.

In einem Familienbetrieb stehen Menschen an der Spitze, die mit dem Unternehmen eng verbunden sind. Gleichzeitig wachsen bereits die nächsten Generationen heran – Kinder, Enkelkinder und natürlich gehört auch der Familienhund mit dazu.