Bild im Seitenkopf

Strommacher: Selina Huber stellt sich vor 

Sie sorgen dafür, dass in Österreich die Lichter nicht ausgehen: die tausenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Energiewirtschaft. Strom Linie lässt in jeder Ausgabe zwei von ihnen selbst zu Wort kommen: Hier erzählen sie von ihrer Motivation, ihrer Verantwortung und ihrem beruflichen Alltag.
 

Eigentlich wollte ich schon als Volksschülerin zu den illwerke vkw. Mich hat ein Werksbesuch, den wir von der Schule aus machten, total begeistert. Wir durften damals Kabel zusammenstecken und wenn wir es richtig gemacht haben, hat eine Glühbirne aufgeleuchtet, sehr cool! Und dann hat man uns auch noch diese LEDs gezeigt – damals noch ganz neu und aufregend. Ich weiß jedenfalls, dass ich heimgekommen bin und voller Überzeugung zu meiner Mutter gesagt habe: „Ich werde Elektrikerin.“ Ich glaube, ich habe das wirklich so gesagt.

Selina Huber
„Ich denke nicht, dass ich mir um meinen zukünftigen Arbeitsplatz Sorgen machen muss.“ Selina Huber illwerke vkw, Elektrotechnik-Lehrling

Mit der Zeit ist der Wunsch aber irgendwie in den Hintergrund getreten. Ich habe dann nach der Hauptschule die HAK besucht, aber nach zwei Jahren war die Luft draußen. Ich habe einfach zu viele Dinge tun und lernen müssen, die mich so gar nicht interessiert haben. Das war der Moment, an dem ich mich an meinen Berufswunsch aus der Kindheit erinnert habe. Dazu kam noch: Mein älterer Bruder war zu dieser Zeit schon bei den illwerke vkw und alles, was er erzählte, klang irgendwie spannend, jedenfalls fast alles.

Also habe ich mich beworben und bin nun in meinem zweiten Lehrjahr als Elektrotechnikerin dabei. Was mir an der Lehre hier so gut gefällt, ist der Mix, den wir haben. Einerseits waren wir von Anfang an sehr viel mit den Monteuren auf Baustellen unterwegs – da gab es jeden Tag etwas Neues zu erleben und zu lernen, andererseits machen wir auch immer wieder Projekte, bei denen wir in Gruppen ganz selbstständig Aufgaben lösen müssen.

Gerade sind wir mit einem Installationshaus fertig geworden. Das ist ein Einfamilienhaus, nur in Miniatur, sodass es in eine Werkhalle hineinpasst. An diesem Haus haben wir die ganze Elektro-Ausstattung in Eigenregie gemacht. Wir haben ausrechnen müssen, wie viele Kabel wir brauchen, welche Betriebsmittel, welche Sicherungen. Wir haben geplant, wie die Leitungen laufen sollen, sie verlegt, einen Sicherungskasten eingebaut und dann haben wir das Haus an den Strom angeschlossen. Das war schon cool zu sehen, dass es am Ende tatsächlich funktioniert.

Natürlich hätte ich meine Lehre auch anderswo machen können. Aber die illwerke vkw sind in Vorarlberg eben ein Betrieb, den jeder kennt, der groß ist – das gefällt mir. Das gibt Sicherheit. Ich denke nicht, dass ich mir um meinen zukünftigen Arbeitsplatz Sorgen machen muss. Und Profi-Musikerin kann ich ja immer noch werden. Denn Musik ist meine zweite große Leidenschaft – ich schreibe Popsongs, rappe, mixe die Sachen selbst und nehme sie auf.

Weitere Strommacherinnen und Strommacher