Stromstatistik

Als Land, das seit Jahrzehnten auf die Wasserkraft als Haupttechnologie zur Stromerzeugung setzt, verfügt Österreich über einen vergleichsweise hohen und weiter wachsenden Erneuerbaren-Anteil. Gemeinsam mit Windkraft, Biomasse und Photovoltaik werden in Österreich derzeit rund 80 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Quellen erzeugt.

Sonnenaufgang mit dem Blick auf den ein Bach und im Hintergurnd die Alpen
© AdobeStock/Marcel Gross

Im Jahr 2025 stammten 82,3 Prozent des in Österreich erzeugten Stroms aus erneuerbaren Quellen – allen voran der Wasserkraft mit einem Anteil von 50,7 Prozent, gefolgt von Windenergie mit 11,7 Prozent und Photovoltaik mit 13,4 Prozent sowie aus biogenen Brennstoffen mit einem Anteil von rd. 6 Prozent. Rund ein Drittel des Stroms aus Wasserkraft, stammen aus den österreichischen Speicherkraftwerken, die verbleibenden 67 Prozent aus Laufwasserkraftwerken.

Die stärksten Zuwachsraten verzeichnete im Jahr 2025 der Bereich Photovoltaik – hier stieg die installierte Leistung um rund 36,4 Prozent (2,51 GW Neuinstallationen) auf insgesamt 9,4 Gigawatt.

Die inländische Stromerzeugung sank im Jahr 2025 um 10,7 Prozent auf 73,1 Terawattstunden (TWh). Nachdem Österreich im Jahr 2024 deutlich Nettoexporteur war mit einem Austauschsaldo von 6.780 GWh kehrt Österreich im Jahr 2025 wieder in die Rolle des Nettoimporteurs (– 4.111 GWh) zurück.

Die Abgabe an Endverbraucher (exkl. PSP) stieg um 2,3 Prozent auf 66,56 TWh. Bei Haushalten ging der Stromverbrauch gegenüber dem Vorjahr um durchschnittlich 1,5 Prozent zurück, bei Nicht-Haushalten verringerte sich der Verbrauch im Mittel um 1 Prozent pro Zählpunkt.

Im Jahr 2025 gab es in Österreich 6,36 Millionen Zählpunkte und 5,24 Mio. Stromkunden. Rund 82 Prozent der Zählpunkte entfallen auf Haushalte, 18 Prozent auf Nicht-Haushalte.

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Grundlage der Energiestatistik sind Energiebilanzen. Sie sind mit der buchhalterischen Erfassung über Soll- und Habenseite vergleichbar. Energiebilanzen stellen anstatt der buchhalterischen Geldflüsse Energieflüsse dar, die Aufbringung und Verwendung von Energie gegen­überstellen.

Energiebilanzen werden für bestimmte geografische Gebiete, meist nationale Märkte, berechnet. Zu- und Abgänge von Energieflüssen aus dem betrachteten System werden über Import- und Exportsalden berücksichtigt. Überschüsse aus Erzeugung bzw. Nachfrage im betrachteten geografischen Raum werden über einen positiven bzw. negativen Außenhandelssaldo dar­gestellt. In Summe sind Aufbringung und Verwendung der Energie stets ausgeglichen – ergeben also gegenübergestellt stets eine Differenz von null.

Die Aufbringung elektrischer Energie setzt sich aus der Summe der Stromerzeugung aller Kraftwerksanlagen zusammen. Hinzu kommt die im Betrachtungszeitraum importierte elektrische Energie. Die Summe aus Erzeugung und Import ergibt die Aufbringung elektrischer Energie.

Die Verwendung elektrischer Energie setzt sich aus der an Endverbraucher (Haushalte, Gewerbe, Industrie) abge­gebenen Strommenge, dem Eigenbedarf der Stromerzeugung sowie aus dem natürlichen Verlust durch die Übertragung des Stroms im Netz zusammen. Hinzu kommt der Stromverbrauch, der für das Hochpumpen des Stroms in Pumpspeicherkraftwerken benötigt wird. Als letzte Komponente der Verwendungsseite scheinen die Exporte elektrischer Energie auf.

Neben dieser Grundstruktur können die einzelnen Komponenten je nach statistischer Erfassung auch detaillierter aufgeschlüsselt werden und beispielsweise den Verbrauch nach Regionen oder Sektoren im Detail darstellen.