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Strommacher: Sebastian Schuller stellt sich vor

Sie sorgen dafür, dass in Österreich die Lichter nicht ausgehen: die tausenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Energiewirtschaft. Strom Linie lässt in jeder Ausgabe zwei von ihnen selbst zu Wort kommen: Hier erzählen sie von ihrer Motivation, ihrer Verantwortung und ihrem beruflichen Alltag.

Ich bin direkt von der Hochschule zur Salzburg AG gekommen und geblieben – so gut hat es mir hier gefallen. Und es ist bis heute eine spannende Herausforderung. Ich habe nach der HTL in Vöcklabruck Öko-Energietechnik an der FH Oberösterreich studiert, machte während des Studiums schon mein Praktikum bei der Salzburg AG, schrieb später dort die Abschlussarbeit und durfte sie anschließend umsetzen. Da war für mich bereits ganz klar, dass ich auf Dauer bei der Salzburg AG Fuß fassen möchte. Erfreulicherweise hat es funktioniert.

Heute bin ich, nach etlichen innerbetrieblichen Zwischenstationen und einem MBA in General Management, unter anderem für alle Kraftwerke der Salzburg AG im Großraum Salzburg Stadt zuständig – ein Job, bei dem es vor allem um strategische Entscheidungen geht. Aber ich mache bis heute auch Bereitschaftsdienst und koordiniere Einsätze. Diese Abwechslung zwischen Theorie und Praxis macht es für mich ganz besonders spannend und beide Bereiche profitieren dadurch. Ich verlange das auch von den anderen Führungskräften in meinem Team. Sonst verliert man, finde ich, als Führungskraft sehr schnell das Gefühl für das Geschäft, das man leitet.

Sebastian Schuller, Salzburg AG - Heizkraftwerk Mitte
„Erneuerbare Energiequellen als wesentlicher Beitrag zur Energiewende treiben mich ganz besonders an.“ Sebastian Schuller Head of Thermal Generation & District Heating, Salzburg AG

Von den Kraftwerken in meinem Bereich produzieren vier Strom, die anderen Wärme. Das sind natürlich unterschiedliche Sparten, aber am Ende geht es mir persönlich um eins: Ich habe die kühne Vorstellung – oder vielleicht besser gesagt: den großen Wunsch –, dass meine Generation in der Zukunft als diejenige gesehen wird, die den Wandel zu einer nachhaltigeren Welt eingeleitet hat. Dass man sagt: Ja, in den 2020er-Jahren haben wir die Klimaneutralität durch Forcierung der erneuerbaren Energien wesentlich umgesetzt. Und da sind wir auf einem sehr guten Weg. Im Prinzip ist die Salzburg AG als Österreichs erstes Green-Tech-Unternehmen aus der sozusagen alten Energiewirtschaft schon Nachhaltigkeitsweltmeister. Alle unsere Erzeugnisse sind heute nachhaltig.

Erneuerbare Energiequellen als wesentlicher Beitrag zur Energiewende treiben mich ganz besonders an. Egal ob es darum geht, dass sich unsere Green Tech Company an Wasserstofferzeugung oder Photovoltaikanlagen beteiligt, oder darum, dass wir ein neues Biomasse-Kraftwerk errichten, das ab 2023 für die Salzburg AG Öko-Strom und Wärme liefern wird. Alles, was hilft, unseren CO2-Footprint zu verringern, macht mich stolz.

Freilich, die ganz alltäglichen, weniger  visionären Aufgaben gibt es in meinem Job auch, administrative Tätigkeiten zum Beispiel. Im Grunde sehe ich mich aber vor allem als jemand, der seinen Mitarbeitern durch schnelle und hoffentlich gute Entscheidungen ein möglichst erfolgreiches Arbeiten ermöglicht. Und das im Sinne unserer Kundinnen und Kunden, die im Fokus unserer strategischen und unserer alltäglichen Arbeit stehen.

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