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Wechselrichterliste TOR Erzeuger Typ A

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In den letzten Monaten, insbesondere seit Veröffentlichung der TOR Erzeuger, wurde von zahlreichen Netzbetreibern festgestellt, dass bei der Inbetriebnahme von PV-Erzeugungsanlagen diverse Probleme mit Wechselrichtern erkannt wurden. Unterschiedliche Geräte-Hersteller sind davon auf verschiedene Art betroffen.

Typisch sind Probleme bei der korrekten Parametrierung, das Fehlen eines Austria Settings, spezielle Herausforderungen bei der gemeinsamen Installation von mehreren WR zu einer größeren EZA, oder auch die Kombination mit Energiespeichern. Dazu kommt in vielen Fällen eine unzureichende bzw. komplizierte Dokumentation der Einstellwerte, weil die verwendeten Begriffe oft nicht mit jenen der TOR übereinstimmen. Damit erfüllen viele Wechselrichter - trotz Vorliegen gültiger Zertifikate - die notwendigen Forderungen der TOR Erzeuger oft nicht und stellen damit ein Problem für die Netze dar.

Die für ganz Österreich einheitlichen Liste zeigt jener Wechselrichter, die auf der Basis der vorgelegten Prüfprotokolle und auch exemplarisch getesteter Geräte nachgewiesen haben,  dass die Forderungen der TOR Erzeuger in vollem Umfang erfüllt sind. Grundlage dafür ist die TOR Erzeuger Kapitel 8.1 Konformitätsnachweis. Somit sollen Netzbetreiber, Elektriker und Netzkunden „auf einen Blick“ erkennen können, welche Wechselrichter problemlos einsetzbar sind.

Diese Liste wurde erstmals im April 2022 auf der Homepage von Oesterreichs Energie veröffentlicht und wird seither in einem Rhythmus von etwa 2 Wochen auf den neuesten Stand gebracht.

Wechselrichter über 800 VA dürfen gemäß TOR Erzeuger (siehe u.a. Kapitel 8) netzparallel betrieben werden, wenn folgende Unterlagen vorhanden sind:

  • Prüfberichte einer nach ÖVE/ÖNORM EN ISO/IEC 17025 für diesen Fachbereich akkreditierten Prüfstelle für umrichterbasierte Stromerzeugungsanlagen mit Netzanschlusspunkt auf NS-­Ebene gemäß Prüfnorm ÖVE-Richtlinie R 25, worin auch eine Dokumentation des Österreich-Settings oder eine Herstellerparametrieranleitung mit den Ländereinstellungen „Österreich" bestätigt wurde

oder

  • Prüfberichte einer nach ÖVE/ÖNORM EN ISO/IEC 17025 für diesen Fachbereich akkreditierten Prüfstelle für umrichterbasierte Stromerzeugungsanlagen mit Netzanschlusspunkt auf NS-­Ebene gemäß VDE-AR-N 4105 bzw. DIN VDE V0124-100 plus Protokoll der Deltaprüfung gemäß Prüfnorm ÖVE-Richtlinie R 25 Anhang B.

Sollten Sie eine Aufnahme weiterer Geräte in die Liste wünschen, senden Sie bitte vollständige Unterlagen

  • Zertifikate
  • Prüfberichte bzw. Prüfprotokolle
  • und Parametrieranleitungen

an wechselrichter(at)oesterreichsenergie.at

Bei neuen Geräten behalten wir uns vor, anhand eines Testgerätes die korrekte Funktion der Ländersettings und deren Dokumentation in Form eines Reports zu verifizieren.

Nach Abschluss der Errichtung und erfolgter Inbetriebnahme der Erzeugungsanlage ist eine

  • Bestätigung des Anlagenerrichters bzw. einer Elektrofachkraft für Stromerzeugungsanlagen mit Umrichtern und Netzanschlusspunkt auf NS-Ebene, dass ein Setup mit den Ländereinstellungen „Österreich" - unter Berücksichtigung abweichender spezifischer Netzbetreibervorgaben durchgeführt wurde,

vorzulegen.

Die Einstellung der Blindleistungsparameter erfolgt laut der Beschreibung des jeweiligen Herstellers gemäß den vom relevanten Netzbetreiber vorgegebenen Parametern bzw. ohne eine solche Festlegung mit festem cosPhi = 1 und einer festen Blindleistung Q fix = 0 (siehe TOR Erzeuger 5.3.4).

Für Kleinsterzeugungsanlagen (≤ 800 VA) gelten deutlich reduzierte Anforderungen gemäß TOR Erzeuger.

Anmerkungen zur Liste

In der Spalte ZULÄSSIG kann auch eine Einschränkung wie beispielsweise eine Befristung vermerkt sein. Dies bedeutet beispielsweise, dass noch Unterlagen nachgefordert wurden oder, dass Softwarefehler von untergeordneter Wichtigkeit zu korrigieren sind.

Die Befristung der Zulassung bedeutet unmittelbar für den Netznutzer keine Einschränkung. Eine innerhalb des genannten Zeitrahmens nachweislich bestellte oder errichtet PV-Anlage darf auch zu einem späteren Zeitpunkt (nach einem allfälligen Ablauf der Befristung) in Betrieb genommen werden.

Für den Hersteller bzw. Inverkehrbringer bedeutet die Befristung, dass die durch Oesterreichs Energie übermittelten Nachforderungen (Details im OVE R25 Prüfprotokoll oder auch Details der Software des Wechselrichtertyps) bis zum genannten Zeitpunkt zu erledigen wären.

Im Falle, dass Updates der Software erforderlich sind, müssen diese sehr wohl durch den Errichter einer PV-Anlage bzw. durch den konzessionierten Elektriker nachgezogen werden.
 

Elektriker und Großhandel

Auch für Elektriker und Importeure von Wechselrichtern soll die Befristung von Wechselrichtern nicht zu wirtschaftlichen Problemen führen. Somit gilt auch für diese Gruppe, dass Geräte, die zu einem Zeitpunkt innerhalb des Zulassungszeitraums bestellt wurden, ggf. nach Ablaufen der Zulassung in den Netzparallelbetrieb kommen dürfen. Prinzipiell ist in diesem Fall direkt mit den betreffenden Netzbetreibern Kontakt aufzunehmen. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass insbesondere Großhändler bereits im Vorfeld mit den Herstellern Vereinbarungen treffen, um für den Fall eines Auslaufens von Befristungen die entsprechenden wirtschaftlichen bzw. vertraglichen Vereinbarungen zu treffen.

Die folgende Liste enthält die in Österreich relevanten Wechselrichtertypen nach Herstellern geordnet und kennzeichnet jene, welche alle erforderlichen Unterlagen (v.a. Kapitel 8 TOR Erzeuger Typ A) beigebracht haben. Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Fehler vorbehalten.

Einschränkungen:Alpha ESS SMILE-T10-HV-INV: Ab Firmwareversion V0.10.45

FENECON HOME: Inbetriebnahme Schritte und WR Update für Österreich

Downloads
Wechselrichterliste 30.01.2023 XLSX 246 KB