Strom in Österreich

Als Land, das seit Jahrzehnten auf die Wasserkraft als Haupttechnologie zur Stromerzeugung setzt, verfügt Österreich über einen vergleichsweise hohen und weiter wachsenden Erneuerbaren-Anteil. Gemeinsam mit Windkraft, Biomasse und Photovoltaik werden in Österreich derzeit rund 80 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Quellen erzeugt.

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Das Jahr 2021 im ÜberblickIm Jahr 2021 stammten 79,6 % des in Österreich erzeugten Stroms aus erneuerbaren Quellen – allen voran der Wasserkraft mit einem Anteil von 60,4 %, gefolgt von Windenergie mit 9,6 % und Photovoltaik mit 3,4 % sowie aus biogenen Brennstoffen mit einem Anteil von 6,2 %. Rund 32 % des Stroms aus Wasserkraft, stammen aus den österreichischen Speicherkraftwerken, die verbleibenden 68 % aus Laufwasserkraftwerken.

Die stärksten Zuwachsraten verzeichnete im Jahr 2021 der Bereich Photovoltaik – hier verdoppelte sich der Zubau gegenüber dem Vorjahr und die installierte Leistung erreichte damit 2,6 Gigawatt (GW).

Die inländische Stromerzeugung sank im Jahr 2021 um 3 % auf 70,2 Terawattstunden (TWh), die Netto-Importe stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 7 % auf 7,5 TWh.

Der inländische Stromverbrauch stieg um 3,9 % auf 67,2 TWh und lag damit wieder auf Vorpandemieniveau. Bei Haushalten stieg der Stromverbrauch gegenüber dem Vorjahr um 5,5 %, bei Nicht-Haushalten war der Verbrauch um 1,6 % rückläufig.

Im Jahr 2021 gab es in Österreich 6,3 Millionen Zählpunkte und 4,8 Mio. Stromkunden. 81% der Zählpunkte entfallen auf Haushalte, 19% auf Nicht-Haushalte.

Österreich verzeichnete im Jahr 2021 eine Steigerung des Bruttoinlandsprodukts um 4,8% gegenüber dem Vorjahr. Die Strompreise stiegen in diesen Zeitraum um 7,0%.

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Grundlage der Energiestatistik sind Energiebilanzen. Sie sind mit der buchhalterischen Erfassung über Soll- und Habenseite vergleichbar. Energiebilanzen stellen anstatt der buchhalterischen Geldflüsse Energieflüsse dar, die Aufbringung und Verwendung von Energie gegen­überstellen.

Energiebilanzen werden für bestimmte geografische Gebiete, meist nationale Märkte, berechnet. Zu- und Abgänge von Energieflüssen aus dem betrachteten System werden über Import- und Exportsalden berücksichtigt. Überschüsse aus Erzeugung bzw. Nachfrage im betrachteten geografischen Raum werden über einen positiven bzw. negativen Außenhandelssaldo dar­gestellt. In Summe sind Aufbringung und Verwendung der Energie stets ausgeglichen – ergeben also gegenübergestellt stets eine Differenz von null.

Die Aufbringung elektrischer Energie setzt sich aus der Summe der Stromerzeugung aller Kraftwerksanlagen zusammen. Hinzu kommt die im Betrachtungszeitraum importierte elektrische Energie. Die Summe aus Erzeugung und Import ergibt die Aufbringung elektrischer Energie.

Die Verwendung elektrischer Energie setzt sich aus der an Endverbraucher (Haushalte, Gewerbe, Industrie) abge­gebenen Strommenge, dem Eigenbedarf der Stromerzeugung sowie aus dem natürlichen Verlust durch die Übertragung des Stroms im Netz zusammen. Hinzu kommt der Stromverbrauch, der für das Hochpumpen des Stroms in Pumpspeicherkraftwerken benötigt wird. Als letzte Komponente der Verwendungsseite scheinen die Exporte elektrischer Energie auf.

Neben dieser Grundstruktur können die einzelnen Komponenten je nach statistischer Erfassung auch detaillierter aufgeschlüsselt werden und beispielsweise den Verbrauch nach Regionen oder Sektoren im Detail darstellen.