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StromLinie 02-2022

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Die Zeiten sind turbulent – infolge des Ukraine-Krieges dominierten die Themen Versorgungssicherheit und Energiepreise den öffentlichen Diskurs, selbst der Klimaschutz schien vorerst vergessen. Dabei teilen diese drei Herausforderungen unserer Zeit einen wichtigen Aspekt: die mögliche Lösung. 

Auch wenn es auf kurze Sicht natürlich kurzfristige Maßnahmen braucht – durch einen raschen und geordneten Netz- und Erneuerbaren-Ausbau würden sich diese drei Problemzonen zumindest mittelfristig in den Griff bekommen lassen. Die Lösung liegt also auf dem Tisch, doch der Teufel steckt im Detail – oder besser den „Details“, also der Umsetzung unzähliger konkreter Projekte in allen erdenklichen Größenordnungen und Technologien binnen sehr kurzer Zeit. Unter den aktuellen Rahmenbedingungen – zähe Verfahren, zu wenige Flächen, fehlende öffentliche Akzeptanz – kann diese nämlich kaum gelingen. 

Doch gerade in den genannten Bereichen scheint es nun Bewegung zu geben: Laut einer kürzlich vom Gallup Institut im Auftrag von Oesterreichs Energie durchgeführten Umfrage ist die öffentliche Zustimmung zu den Themen Netz- und Erzeugungsausbau so hoch wie nie. Alle erneuerbaren Erzeugungstechnologien haben gleichermaßen an Akzeptanz gewonnen – und fast jedem zweiten Befragten geht der Ausbau derzeit zu langsam. Anstatt den Umbau des Energiesystems also angesichts von Krisen und Inflation auf die lange Bank zu schieben, wünschen ihn sich viele Österreicher jetzt erst recht.

Hinzu kommt, dass es mit dem kürzlich von Frau Bundesministerin Gewessler vorgestellten Drei-Punkte-Plan für eine schnellere Energiewende nun in den Bereichen Flächen und Verfahren ebenfalls Fortschritte gibt. Es bleibt allerdings zu hoffen, dass dieser Ankündigung auch eine rasche Beschlussfassung folgt.  

Die E-Wirtschaft ist jedenfalls für den Ausbau bereit. Alleine die Mitgliedsunternehmen von Oesterreichs Energie haben Erneuerbaren-Projekte im Umfang von 12 TWh erarbeitet, die rasch umgesetzt werden könnten.  

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