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E-Wirtschaft richtet neues Cyber-Security-Center ein

Das Energy Security Operations Center (E-SOC) soll die Sicherheit des Energiesektors im Umfeld fortschreitender Digitalisierung weiterhin gewährleisten. Gemeinsam mit Experten entwickelt die E-Wirtschaft praxisnahe Schutzmaßnahmen. Unternehmen werden in den kommenden Monaten schrittweise an das E-SOC angebunden. Der reguläre Betrieb ist für Anfang 2026 geplant.
 

Cyberangriffe stellen eine große Herausforderung im Rahmen der Digitalisierung dar, insbesondere für kritische Infrastruktur wie sie im Energiesektor vorhanden ist. Um diesen Risken zu begegnen, setzen Unternehmen der E-Wirtschaft verstärkt auf Zusammenarbeit in einem gemeinsamen Cyber-Security-Center. Zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit im Strom- und Gassektor müssen die digitalen Systeme täglich vor Cyberangriffen geschützt werden. Dies erfordert nicht nur eine kontinuierliche Überwachung, sondern auch das frühzeitige Erkennen und Verstehen neuer Angriffstechniken.

Eine Gruppe von 18 Unternehmen hat daher das „Energy Security Operations Center“ (E-SOC) ins Leben gerufen. Hier überwachen und analysieren Experten Aktivitäten in der Infrastruktur von Energieunternehmen und entwickeln daraus praxisnahe Schutzmaßnahmen. Die enge Kooperation ermöglicht einen schnellen Wissenstransfer und stellt damit einen entscheidenden Faktor in der Absicherung gegen Cyberbedrohungen dar.
 

Vorbild auf EU-Ebene

Das E-SOC wird in Zusammenarbeit mit CERT.at aufgebaut, das bereits das Austrian Energy CERT, das Computernotfallteam des Energiesektors, betreibt. Während einer einjährigen Aufbauphase, beginnend mit 2025, werden die teilnehmenden Energieunternehmen schrittweise an das E-SOC angebunden und die angebotenen Dienstleistungen optimiert. Der reguläre Betrieb soll Anfang 2026 aufgenommen und bis Ende 2027 ausgeweitet sowie weiterentwickelt werden.

Dr. Barbara Schmidt, Generalsekretärin von Oesterreichs Energie, betonte anlässlich der Vertragsunterzeichnung die Bedeutung der Kooperation: „Zusammenarbeit ist der Schlüssel zum Erfolg in der zunehmend anspruchsvollen Abwehr von Cyberangriffen. Wir freuen uns, dass es gelungen ist, so viele österreichische Energieunternehmen in einem gemeinsamen Projekt zu vereinen. Das E-SOC setzt damit auch ein starkes Zeichen auf EU-Ebene.“

Mit dieser Initiative wird nicht nur die Widerstandsfähigkeit des österreichischen Energiesektors nachhaltig gestärkt, sondern auch ein Vorbild für ähnliche Projekte in anderen Ländern geschaffen.

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Ansprechpartner

Christian Zwittnig
Leiter Kommunikation, Pressesprecher
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