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Atomstrom-Rekord für 2025 erwartet

Der Anteil an der globalen Elektrizitätsproduktion dürfte heuer auf 10 Prozent ansteigen.
 

Die Stromproduktion aus Atomkraft wird nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) in diesem Jahr einen neuen Rekordstand erreichen. Weltweit seien Reaktoren mit Kapazitäten in Höhe von 70 Gigawatt im Bau, teilte die IEA kürzlich in Paris mit. Angetrieben wird der Trend zu mehr Atomkraft demnach auch von der wachsenden Stromnachfrage für Technologien wie Künstliche Intelligenz (KI). Insgesamt werde die Atomstromproduktion 2025 einen Umfang von rund 2.900 Terawattstunden erreichen, prognostizierte die IEA. Dies bedeute einen Anteil von knapp zehn Prozent an der gesamten Stromproduktion.

16 August 2024, Bayern, Grafenrheinfeld: Der erste Kühlturm des stillgelegten Atomkraftwerks stürzt nach der Explosion ein.
© Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Im Jahr 2023 hatten Atommeiler der Energieagentur zufolge noch 2.742 Terawattstunden erzeugt, 2024 nach vorläufigen Zahlen 2.843. Nachdem sich die Atomkraft nach der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima 2011 international noch auf dem Rückzug befunden hatte, wird die aktuelle Entwicklung insbesondere von China angeführt. Von den 52 Reaktoren, mit deren Bau seit 2017 weltweit begonnen wurde, sind 25 chinesische Projekte. Die globale Geografie der Atomindustrie verändert sich: Nuklearenergie ist seit 1970 von den USA und Europa dominiert worden. In Europa stammten in den 90er-Jahren noch 35 Prozent des Stroms aus Atomkraft. Derzeit sind es weniger als 25 Prozent und in zehn Jahren wird ein Rückgang auf weniger als 15 Prozent erwartet. In den USA ist die Lage ähnlich.

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