Stromerzeugung

Windkraft und Speicherkraftwerke

In windstillen Zeiten müssen Speicherkraftwerke – die „natürlichen Partner“ von Windkraftanlagen – zur Verfügung stehen, um eine lückenlose Stromversorgung sicherzustellen.

Windkraft

Speicherkraftwerke bieten die Möglichkeit, elektrische Energie (auf großtechnischem Niveau) zu speichern. Durch ihren flexiblen Einsatz sichern sie gerade in Situationen, wo rasch Strom ins Netz gespeist werden muss − etwa wenn durch eine Windflaute kein Strom mehr durch die Windräder erzeugt werden kann − die heimische Stromversorgung. Denn bei Bedarf wird die in den Stauseen gespeicherte Energie in Strom umgewandelt. In Zeiten des Überschusses an elektrischer Energie, wenn etwa nachts von den Lauf- und Windkraftwerken mehr Strom erzeugt als verbraucht wird, kommen Pumpspeicherkraftwerke, eine besondere Form der Speicherkraftwerke, zum Einsatz: Bei diesem Kraftwerkstyp wird Wasser aus Speicherbecken wieder in den höher gelegenen Stausee zurückgepumpt. Bei Bedarf kann dann das gestaute Wasser wieder zum Antrieb von Turbinen genutzt und wertvoller Spitzenstrom erzeugt werden.

Der Stromtransport zu den Stromspeichern muss gesichert sein

Für windstille Zeiten müssen daher Speicherkraftwerke als „natürliche Partner“ von Windkraftanlagen zur Verfügung stehen. Sie stellen die lückenlose Stromversorgung sicher. Denn um den Ausgleich zwischen Windkraftwerken und Speicherkraftwerken zu ermöglichen, muss der Stromtransport in Österreich sowie auch über die Grenzen hinweg gewährleistet bleiben. Denn einerseits besteht beispielsweise im Süden Österreichs ein Versorgungsengpass mit Strom, demgegenüber finden sich die besten Bedingungen für Windkraftanlagen und damit die höchste Stromerzeugung aus Windkraft im Nordosten Österreichs. Diese Verbindung zwischen Stromverbraucher und der Stromerzeugung in Windkraft- bzw. Speicherkraftwerken kann nur durch laufende Investitionen in die Stromnetzqualität und den Ausbau der Netze gesichert werden.

Kostenreduktion durch Stromspeicherung

Speicherkraftwerke liefern einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Optimierung der Stromerzeugung. Dieser Nutzen kommt nicht nur den Kraftwerksbetreibern, sondern auch den Kunden zugute: Durch die Stromerzeugung in Zeitpunkten großer Stromnachfrage, in denen die Börsenpreise für Strom hoch sind, tragen Speicherkraftwerke, im Gesamten gesehen, zu einer Reduktion der Erzeugungskosten bei.

Darüber hinaus tragen Speicherkraftwerke aufgrund ihrer hohen Einsatzflexibilität und der Lieferung von Regelleistung und Regelenergie wesentlich zur Netzstabilisierung bei.

Bedeutung der Speicherkraftwerke in der Zukunft

Im Jahr 2015 wurden 4,8 TWh Strom aus Windenergie erzeugt. Das entspricht einem Anteil von ca. 7,4 % Prozent der Gesamtstromerzeugung.

Die Bedeutung der kurzfristigen Flexibilität bei der Stromerzeugung, und damit von Speicherkraftwerken, wird angesichts der prognostizierten rapiden Zunahme der Stromerzeugung aus Windkraftanlagen, die nur abhängig von den Windverhältnissen Strom erzeugen können, wie auch durch die Entwicklung der Elektromobilität in den nächsten Jahren und Jahrzehnten stark anwachsen.