Energie-Lexikon

W

Wärme
ist die Bewegungsenergie von Molekülen und Atomen eines Stoffes. Bewirkt die Zufuhr von Wärmeenergie bei einem Stoff eine Temperaturerhöhung, spricht man von fühlbarer Wärme.

Wärmekraftwerk (auch kalorisches oder thermisches Kraftwerk)
In diesen Anlagen wird zum Zweck der Stromerzeugung Wärme durch Verbrennung erzeugt. Heißdampf (Dampfturbinen), heißes Abgas (z.B. Gasturbine) oder beides (Gas und Dampfkraftwerk) treiben dann Turbinen an. Ein Großteil der österreichischen Wärmekraftwerke arbeitet in Verbindung mit einer Kraft-Wärme-Kopplung und erzeugt daher gleichzeitig Strom und Nutzwärme. Dadurch wird ein besonders hoher Wirkungsgrad erreicht.

Wasserkraft
ist in Österreich mit einem Anteil von über 65 Prozent die wichtigste erneuerbare Energie. In einem Wasserkraftwerk strömt Wasser zu einer oder mehreren Turbinen, die einen Generator antreiben, der Strom erzeugt. Weltweit liegt der Anteil an der Stromerzeugung bei nur rund 20 Prozent.

Wasserkraftwerk
In einem Wasserkraftwerk wird Wasser als Antriebsenergie genutzt. Das Wasser setzt eine Turbine in Bewegung, die wiederum einen Generator zur Stromerzeugung antreibt. Man unterscheidet Laufkraftwerke und Speicherkraftwerke.

Watt (W)
ist die Einheit der elektrischen Leistung und wurde nach dem Schotten James Watt (1736 – 1819), dem Erfinder der modernen Dampfmaschine, benannt. Bei Strom ergibt sich die Leistung, wenn man die Stromstärke (A) mit der elektrischen Spannung (V) multipliziert. 1 Megawatt (MW) = 1.000 Kilowatt (kW) = 1.000.000 Watt (W). Heute wird in Watt, Kilowatt oder Megawatt ausgedrückt, zu welcher Spitzenleistung eine Maschine oder ein Gerät fähig ist.

Wechselstrom
ist elektrischer Strom, dessen Stärke und Richtung sich zeitlich ändert. In der Technik werden meist sinusförmige Wechselströme verwendet. Wechselströme entstehen primär durch Induktion im elektrischen Generator und ihre Frequenz ist zumeist 50 Hz (Netzfrequenz). Durch Verkettung dreier, um je 120 Grad phasenverschobener, Wechselströme entsteht Drehstrom. Haushaltsstromnetze funktionieren mit Wechselstrom.

Wertschöpfungskette
Wertschöpfung ist die Summe aller in einem Unternehmen oder einem Wirtschaftssystem über eine gewisse Periode hin geschaffenen Werte. Die Wertschöpfungskette ist der Weg des gesamten Produkts oder der Dienstleistung vom Lieferanten über den Hersteller bis zum Endkunden bzw. die Gesamtheit der Primär- und Sekundärprozesse, die in einem Unternehmen oder einem Wirtschaftssystem zur Schaffung von Mehrwert beitragen. In der E-Wirtschaft kann die Wertschöpfungskette im Wesentlichen durch die Bereiche Erzeugung, Handel, Vertrieb, Übertragung und Verteilung zusammengefasst werden und beschreibt den Weg des Stroms und der damit verbundenen Wertschöpfung von der Erzeugung bis zum Endkunden.

Windkraftanlage
ist eine Anlage zur Erzeugung von elektrischer Energie und wird auch als Windkraftwerk bezeichnet. Die Drehbewegung des Rotors wird dabei auf einen Generator übertragen, der Strom erzeugt. Die Windkraftanlangen werden oft in so genannten Windparks zusammengefasst. Windkraftwerke sind besonders wetteranfällig, ihre Produktionsschwankungen müssen daher durch andere Erzeugungsformen, so genannte „Schattenkraftwerke“(vor allem Wärmekraftwerke), im flexiblen Energiemix ausgeglichen werden.

Wirkungsgrad
bezeichnet das Verhältnis von abgegebener zu aufgewendeter Energie bei Energieumwandlungsprozessen, z. B. wie viel Wärmeenergie bei der Verbrennung von Erdgas im Verhältnis zum Brennstoffeinsatz gewonnen wird. Der Wirkungsgrad wird in Prozent angegeben. Ältere Wärmekraftwerke ohne Kraft- Wärme-Kopplung erreichen im Schnitt lediglich 40-43 Prozent. Moderne Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung erreichen bereits bis zu 86 Prozent Wirkungsgrad.