Forschungsprojekte

Flussabwärts gerichtete Fischwanderung an mittelgroßen Fließgewässern in Österreich

Populationsbiologische Grundlagen und Implikationen für den Fischschutz und Fischabstieg

Ziel dieses für Europa einzigartigen Projektes ist es, das Ausmaß der Schädigung von Fischen währender ihrer stromab gerichteten Wanderungen durch Turbinen in energiewirtschaftlich genutzten mittelgroßen Gewässern am Beispiel ausgewählter heimischer Fischarten und Altersstadien systematisch zu erfassen. Schlussendlich sollen die Auswirkungen auf Populationsebene dargestellt werden.

Projektbeteiligte

Durch die Anwendung international etablierter Methoden - sowie einer umfassenden Literaturrecherche zu aktuellen Untersuchungen, werden die notwendigen Variablen erarbeitet, die es erlauben, die Populationsdynamik der betrachteten Fischarten durch Modelle abzubilden. Dabei werden gezielt besonders relevante und derzeit anhand bestehenden Wissens nicht ausreichend abschätzbare Parameter untersucht. Durch die Modellierung von unterschiedlichen Fallszenarien kann schließlich die quantitative Bedeutung turbineninduzierter Beeinträchtigungen von Fischen im Zuge ihrer Flussabwärtswanderung auf die Populationen beurteilt und anderen Faktoren, wie Habitatqualität und –verfügbarkeit, Fischerei, Prädation etc., gegenübergestellt werden.

Im Rahmen des Projektes werden daher wichtige Grundlagen für stromabwärts gerichteter Wanderungen heimischer Fische in mittelgroßen Gewässern in Bezug zu deren Auswirkung auf Populationsebene bzw. des guten ökologischen Zustandes/Potentials gemäß EU-Wasserrahmenrichtlinie geschaffen. Anhand dieser können akzeptierte, in den aktuellen Stand der Wissenschaft eingebettete und praxisrelevante Ableitungen von Aussagen zur Notwendigkeit von Fischschutz-Maßnahmen getroffen werden.

Das Projekt startete im Frühjahr 2017 und wird voraussichtlich im Jahr 2020 enden.