Forschungsbericht 2017

Mobilitätsfokus in der Grünen Mark

Die Energie Steiermark wendet für Forschung und Entwicklung mehr als eine Million Euro pro Jahr auf. Der inhaltliche Schwerpunkt lag zuletzt bei den Projekten Windpark-Demonstrationsvorhaben (EU/NER300), dem Leitprojekt „LEAFS“ zum Einsatz dezentraler Stromspeicher im Verteilnetz (KLI.EN/FFG) sowie bei den beiden „Smart Cities“- Umsetzungsprojekte Graz und Leoben (KLI.EN/FFG).

Die Energie Steiermark AG verfügt über eine zentrale Kompetenzstelle zum Thema Förderungen, welche bestehende Fördermöglichkeiten (EU, Einzelstaaten, Bundesländer, Organisationen, Fonds etc.) im Kontext mit den Geschäftsfeldern des Konzerns evaluiert und als zentrale Ansprechstelle und Informationsdrehscheibe fungiert.

Per 31.12.2016 wurden konzernweit 17 laufende Förderprojekte bearbeitet. Hervorzuheben ist dabei auch, dass von den sechs im Jahr 2016 neu genehmigten Projekten vier einen E-Mobilitätsfokus aufweisen.

(E)-Mobilität:

„Was uns antreibt, ist die Zukunft!“. Um auch in Zukunft die Innovationskraft voranzutreiben, ist die Energie Steiermark im (E)-Mobilitätsbereich in zahlreichen FFG-Projekten beteiligt (z.B. Smart City Leoben, Move to grid, SmartAIRea, SONTE). In diesen Projekten übernimmt das Unternehmen unterschiedliche Aufgabenstellung. Angefangen von der Erstellung von Zukunftskonzepten bis hin zu Pilotbetrieben deckt die Energie Steiermark die ganze Palette ab.

Innovative Erzeugung – „Windpark Handalm“:

Das Projekt „Windpark Handalm“ demonstriert erstmalig den großflächigen Einsatz von Onshore-Windturbinen, welche speziell für den Einsatz an schwierigen, hochalpinen Standorten optimiert wurden. Die technischen Innovationsansätze beinhalten u. a.  spezielle Kontroll- und Regelungsmechanismen für den Einsatz von getriebelosen Turbinen in diesem komplexen Umfeld (Turbulenzen, Stürme) ebenso wie eine neuartige Sensorik zur Erkennung von Eisansätzen.

Neben den technischen Innovationen wurde bei der Konzeptionierung des Windparks ein besonderes Augenmerk auf einen sensiblen Umgang mit dem ökologischen Umfeld gelegt. So sorgen insgesamt 150 Einzelmaßnahmen für einen besonderen Schutz vor Wildtieren, Vögeln, Fledermäusen und der umliegenden Almen- und Waldflächen.

Die Europäische Kommission unterstützt dieses Projekt im Rahmen der NER300-Initiative, des weltweit größten Programms zur Finanzierung von Demonstrationsprojekten u.a. von innovativen Technologien im Bereich erneuerbare Energien. Weitere Informationen unter: https://www.e-steiermark.com/erzeugung/Windkraft/Handalm.aspx

 Smart Cities

Im Rahmen des FFG-Forschungsprogrammes „Smart Energy Demo – Fit4Set“ beschäftigte sich die Energie Steiermark. aktiv in drei Demoprojekten (Graz, Weiz-Gleisdorf und Leoben). Neben der Entwicklung und Demonstration von visionären Energiekonzepten im urbanen Kontext wurden v.a. auch die Themen der nachhaltigen Mobilität sowie der Partizipationsprozesse (Bürgerbeteiligung) adressiert. Weitere Informationen unter: www.smartcities.at

 „Green Tech Valley 2022“

Ein steirisches Projektkonsortium unter der Leitung des Green Tech Cluster’s entwickelte im Rahmen des Projektes eine Vorzeigeregion (Konzept) für innovative Energietechnologien. Unter der spezifischen Aufgabenstellung „Integrierte Wärmewende“ werden mit innovativen Energietechnologien aus Österreich Musterlösungen für intelligente, sichere und leistbare Energie- und Verkehrssysteme der Zukunft entwickelt und demonstriert. Im Mittelpunkt stehen ein effizientes Zusammenspiel von Erzeugung, Verbrauch, Systemmanagement und Speicherung in einem für alle Marktteilnehmer optimierten Gesamtsystem mit zeitweiser Versorgung durch bis zu 100 % erneuerbare Energien. Für die Demonstrationsphase (2018-2025) wurde die Kooperation mit den Bundesländern Wien, Niederösterreich und Burgenland gesucht d.h. nunmehr eine Gesamtregion unter dem Titel „Green Energy Lab“ bei der FFG zur Förderung eingereicht. Weitere Informationen unter: www.vorzeigeregion-energie.at/projekt/green-tech-valley-2022.

„Urban Boxes“ - smarte Gebäudemodule aus nachhaltigen Baustoffen

Diese innovative Dienstleistung folgt v.a. den Trends der Urbanisierung und der Sharing-Ökonomie. Urban Boxes sind energieautonome, transportfähige und flexibel erweiterbare Gebäude aus Holz, die mit ihren äußeren Werten genauso punkten wie mit ihrem Inneren www.e-steiermark.com/business/UrbanBoxes. Die „Urban-Boxes“ sind fertig entwickelt und werden aktuell an B2B-Kunden für die temporäre Nutzung als Office und Co-Working-Space angeboten.