Positionen & Standpunkte

Standpunkte der E-Wirtschaft zur E-Mobilität

1. Rasche Entwicklung einer gemeinsamen Elektromobilitätsstrategie
Eine Roadmap E-Mobilität soll mit den entsprechenden zeitlichen Vorgaben für alle beteiligten Sektoren den Handlungsrahmen bilden.

2. Standardisierung auf europäischer Ebene
Eine europaweite bzw. internationale Normung und Standardisierung ist unabdingbare Voraussetzung für die erfolgreiche Marktdurchdringung und erhöht die Investitionssicherheit. Klare EU-Standards auf Fahrzeugseite sind unerlässlich für den Markthochlauf der Elektromobilität.

3. Planungssicherheit und Transparenz bei Fahrzeugdaten
Für die sinnvolle und sachgerechte Marktintegration von E-Fahrzeugen ist es erforder­lich, dass den involvierten Marktpartnern alle energiewirtschaftlich notwendigen Daten aus dem Fahrzeug zur Verfügung gestellt werden. Nur so kann künftig intelligentes, netzdienliches und auf die optimale Nutzung volatiler Energiequellen abgestimmtes Laden gelingen. Hierzu ist durch den Gesetzgeber die entsprechende Rechtsgrundlage zu schaffen.

4. Kundenfreundliche und interoperable Ladesysteme
Öffentlich zugängliche Ladesysteme sind gemäß internationaler und nationaler Standards zu errichten und allen Kunden über entsprechende Datenschnittstellen (Roaming) zugänglich zu machen sowie zu marktüblichen Ladekosten abzurechnen.

5. Elektromobilität als Teil eines smarten Gesamtenergiesystems
Oesterreichs Energie sieht mittel- bis langfristig intelligente Stromnetze und Zähler (Smart Meters, Smart Grids) als Enabler digitaler Vernetzung durch Ladesysteme va. in Hinblick auf das Daten- und Abrechnungsmanagement der Ladevorgänge. Damit wird eine effiziente Nutzung bestehender Infrastruktur ermöglicht.

6. Bedarfsorientierter Ausbau einer öffentlichen Ladeinfrastruktur
Der bedarfsgerechte Ausbau einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur benötigt zielgerichtete Rahmenbedingungen und insbesondere die rechtlichen Anpassungen von bestehenden Gesetzen und Verordnungen (z.B. Bauordnungen, Betriebsanlagenrecht etc.).

7. Erhöhung der Forschungsinvestitionen im Bereich E-Mobilität
Im Rahmen der Forschungs- und Innovationsprogramme sind insbesondere Schwer­punkte in den Bereichen Energiespeicherung, Netzintegration und Kundenverhalten zu setzen.

8. Kostenanerkennung für die Netzbetreiber
Netzbetreiber benötigen für ihr verstärktes Engagement die volle Kostenanerkennung durch die Regulierungsbehörde.

9. Neue Rahmenbedingungen für private Ladestationen
Die Errichtung einer privaten E-Ladestation stellt Eigentümer wie Mieter derzeit vor enorme juristische Herausforderungen, da für deren Genehmigung (z.B. in Wohnhaus­anlagen) klare gesetzliche Regelungen fehlen. Die Vielzahl dabei berührter immobilienrechtlicher Regelungen (MRG, WEG, WGG, Landes-Bauordnungen) bedingt eine hohe Komplexität, weshalb es rasch klare Rahmenbedingungen für die Errichtung privater Ladestationen braucht, die sowohl Neubauten als auch Bestandsgebäude berücksichtigen.

10. Versorgung der Ladeinfrastruktur mit Strom aus Erneuerbaren
Oesterreichs Energie bekennt sich zur Realisierung einer klimafreundlichen Mobilität. Die Versorgung sämtlicher Ladesysteme erfolgt ausschließlich mit Strom aus erneuer­baren Energiequellen. Der Strommehrbedarf für die Elektromobilität wird ebenso aus nachhaltigen Energiequellen (Wasser- und Windkraft, Photovoltaik) nach Maßgabe ihrer Beiträge zur Stabilität, Versorgungssicherheit und heimischer Wertschöpfung abgedeckt.

Downloads und weitere Informationen

FactSheet E-Moblität

Weitere Information zu E-Mobilität