Stromausfall - Was tun?

Q&A zum Thema Blackout

Was versteht man unter einem Strom-Black-out?

Unter einem Black-out versteht man einen längerfristigen großflächigen Stromausfall; wobei es weder bei der zeitlichen noch räumlichen Ausdehnung klare quantitative Einschränkungen gibt.

Ursache können technische Gebrechen, extreme Witterung, menschliches Versagen aber auch terroristische Angriffe und Sabotage sein. Je größer das betroffene Gebiet ist, desto schwieriger und langwieriger wird das Wiederherstellen der Stromversorgung.

Ist Österreichs E-Wirtschaft auf ein mögliches Black-out vorbereitet?

Die Unternehmen der österreichischen Energiewirtschaft überprüfen regelmäßig die Sicherheit ihrer Anlagen und üben Krisenszenarien. In allen Unternehmen existieren daher Krisen- und Notfallpläne, Krisenorganisationen sowie speziell ausgebildete Krisenstäbe.

Welche Auswirkungen kann ein Black-out haben?

Auswirkungen und Dauer eines Black-outs können sehr unterschiedlich sein und hängen von vielen Faktoren ab, etwa der Situation im europäischen Stromnetz, der Jahreszeit oder der Art der Störung.

  • Während eines Black-outs können nur Einrichtungen mit Notstromaggregat und ausreichendem Brennstoffvorrat weiterbetrieben werden. Aber auch in diesen notstromversorgten Einrichtungen, wie etwa Krankenhäusern, kann es zu Versorgungsengpässen kommen, wenn Vorräte aufgebraucht und kein Nachschub geliefert werden kann sowie Notstromaggregate nicht nachgetankt werden können.
  • Tankstellen ohne Notstromaggregat fallen sofort aus. Technische Informations- und Kommunikationsnetze fallen schrittweise aus (Mobiltelefone nach cirka 30 Minuten, Festnetz nach fünf bis acht Stunden, Internet spätestens nach acht Stunden). Bei einem tagelangen Black-out kann fehlender Treibstoffnachschub die Situation weiter verschärfen, da mobile bzw. notstromversorgte Kommunikationseinrichtungen im Lauf der Zeit ebenfalls ausfallen.
  • Die Wasserversorgung, außer in Gebieten mit ausreichendem Eigendruck, wird stark beeinträchtigt. Auch in der Abwasserentsorgung werden fast überall mit Strom betriebene Pumpen eingesetzt, was zu Problemen führen kann.
  • Durch den Ausfall von Verkehrsleitsystemen kommen im städtischen Bereich öffentlicher und privater Verkehr rasch zum Erliegen. Strombetriebene öffentliche Verkehrsmittel fallen sofort aus.
  • Menschen müssen aus steckengebliebenen Aufzügen gerettet werden. Bei einem Black-out im Winter müssten gegebenenfalls zahlreiche Menschen von Skiliften und Gondelbahnen evakuiert werden.
  • Massentierhaltung oder Glashäuser wären massiv betroffen – mit Langzeitfolgen.
  • Da Logistikketten unterbrochen werden, würde es auch bei einer Wiederherstellung der Stromversorgung innerhalb von 24 Stunden Tage dauern, bis sich die Versorgung mit Gütern des täglichen Gebrauchs – auch Lebensmittel – wieder normalisiert.
Was kann jeder einzelne tun?

Die Phase eines längeren Stromausfalls kann mit geringem Vorbereitungsaufwand vergleichsweise problemlos überstanden werden; abgesehen natürlich von den persönlichen Einschränkungen. Wichtig für das Krisenmanagement sind die Vorbereitung auf die Situation und das Anlegen von haltbaren Vorräten. Checklisten helfen bei der Vorbereitung auf eine Black-out-Situation und bieten im Ernstfall Unterstützung bei Entscheidungen und geben damit auch ein wenig Sicherheit.

Könnte Österreich sich vom europäischen Stromsystem trennen und seine Grenzen für ausländischen Strom schließen?

Österreich ist Teil des europäischen Leitungsnetzes und profitiert von der Netzsicherheit und der gegenseitigen Netz-Hilfe der Nachbarn. Eine kurzfristige Abtrennung ist auch physikalisch nicht durchführbar. Auch langfristig müsste Österreich wesentlich mehr eigene Kraftwerke bauen, um die Versorgungssicherheit alleine aufrechthalten zu können.

Was bedeutet ein Black-out für Fernwärme, Wasserversorgung, Telefon und Internet?

Alle modernen Infrastrukturleistungen benötigen eine stabile Stromversorgung. Von der Heizungssteuerung bis zur Supermarkt-Kassa. Daher kann es bei Wasser, Gas und Fernwärme im Fall eines länger dauernden, großflächigen Stromausfalls zu Versorgungsunterbrechungen kommen.

Während eines Black-outs können nur Einrichtungen mit Notstromaggregat (inkl. ausreichendem Brennstoffvorrat) weiterbetrieben werden. Tankstellen (ohne Notstromversorgung) fallen sofort aus, technische Informations- und Kommunikationsnetze fallen schrittweise aus. (Mobiltelefone nach ca. 30 Minuten, Festnetz nach cirka fünf bis acht Stunden, Internet nach spätestens acht Stunden). Bei einem tagelangen Black-out kann der fehlende Treibstoffnachschub die Situation verschärfen, da mobile bzw. notstromversorgte Kommunikationseinrichtungen im Lauf der Zeit ausfallen.

Die Wasserversorgung ist, außer in Gebieten mit ausreichendem Eigendruck, stark beeinträchtigt. Auch zur Abwasserentsorgung wird überall Strom benötigt.