05. Jänner 2017

E-Wirtschaft begrüßt Neustart für Klima- und Energiestrategie bei erster Regierungsklausur

Ehrgeizige Ziele erfordern klare Rahmenbedingungen und Investitionssicherheit

Oesterreichs Energie, die Interessenvertretung der E-Wirtschaft begrüßt das Engagement der Bundesregierung, bereits im Rahmen der ersten Regierungsklausur die Erstellung der mehrfach verschobenen Klima- und Energiestrategie voranzutreiben. „Energiethemen werden 2018 zu einem zentralen Politikfeld. Insbesondere wird es Österreich im Rahmen des EU-Ratsvorsitzes im zweiten Halbjahr obliegen, das europäische Clean Energy-Package zu finalisieren“, erklärte Leonhard Schitter, Präsident von Oesterreichs Energie zum Auftakt der Regierungsklausur.

Als Jobmotor des kommenden Jahrzehnts und wichtige Chance für den Standort Österreich begrüßt Schitter die ambitionierten Pläne der Bundesregierung zur Energiewende. Das Ziel „100 Prozent (national bilanziell) Strom aus erneuerbaren Energiequellen bis 2030“ sei mutig und zukunftsweisend. „Oesterreichs Energie hat mit der Stromstrategie Empowering Austria den Weg zu 85 Prozent Erneuerbaren aufgezeigt und steht bereit, ein derartiges Programm mitzutragen“, so Schitter. Damit es gelingen kann, den österreichischen Strombedarf mit erneuerbaren Energien aus dem Inland darzustellen bedarf es aus Sicht der E-Wirtschaft klarer Rahmenbedingungen und politischer Maßnahmen, die Investitionssicherheit geben und die Versorgungssicherheit erhalten. Die seitens der Regierung angekündigte Deregulierungsoffensive sollte daher insbesondere auch dafür genützt werden, um die Weichen für einen langfristigen Ausstieg aus der fossilen Energiewirtschaft zu stellen.

Energieforschung vorantreiben

Seitens der E-Wirtschaft erneuerte Schitter anlässlich der Regierungsklausur mit den Themenschwerpunkten Energie- und Klimastrategie, Bürokratieabbau, Investitionsoffensive sowie Forschungs- und Innovationsoffensive den Vorschlag der E-Wirtschaft für eine verstärkte und zielgerichtete Unterstützung der Energieforschung. Schitter: „Österreichs Unternehmen sind in diesem Sektor gut aufgestellt und können auf diese Weise zu Vorreitern in wichtigen Zukunftstechnologien werden, wenn die Politik hier Schwerpunkte setzt.“ Das könnte mit einer Energieforschungsmilliarde angestoßen werden, die Oesterreichs Energie bereits im Rahmen der Stromstrategie zur Diskussion gestellt hat. „Österreichs E-Wirtschaft hat mit mehreren Aktionen bereits eine Innovationsoffensive gestartet und will im Rahmen des Branchenkongresses im Herbst dieses Jahres weitere Akzente setzen“, so Schitter.