14. Juni 2018

Erneuerbaren-Einigung: E-Wirtschaft sieht Clean Energy-Paket auf gutem Weg

Oesterreichs Energie für rasche Verhandlungen über neues Energiegesetz in Österreich

Als spürbare, aber nicht unerwartete Erweiterung des Anforderungsprofils der Energiewende sieht Oesterreichs Energie, die Interessenvertretung der österreichischen E-Wirtschaft das Ergebnis der aktuellen Verhandlungen über das Clean Energy-Package, bei denen Österreich ab Juli Führungsstärke zu beweisen haben wird. „An Österreich wird es nun liegen, einen Rahmen für die unterschiedlichen Vorstellungen der Mitgliedsstaaten zum Energiemarkt der Zukunft zusammenzufassen“ erklärte Leonhard Schitter, Präsident von Oesterreichs Energie. Insgesamt sieht er das Paket auf einem guten Weg.

Schitter: „Oesterreichs Energie begrüßt die nun vorgenommene Festlegung eines Anteils von 32 Prozent Erneuerbarer bis 2030 als guten Kompromiss. Es wird jedoch notwendig sein, zusätzlich ausreichend Flexibilität für nationale Besonderheiten und Projekte sicherzustellen.“ Nur auf diese Weise könnten die natürlichen Standortvorteile der einzelnen Mitgliedsstaaten beim Ausbau der erneuerbaren Energien auch zum Tragen kommen und die einzelnen Staaten flexibel ihre Ziele setzen. Außerdem müssen alle Mitgliedstaaten ihren adäquaten Beitrag leisten, um die angestrebten Ziele auf EU-Ebene zu erreichen.

Österreich ist mit #mission2030 bereits in wichtigen Bereichen in Vorlage getreten, insbesondere im Stromsektor. Schitter: „Mit der Vorgabe von 100 Prozent erneuerbarem Strom national bilanziell im Jahr 2030 hat die E-Wirtschaft eine der größten Aufgaben übernommen.“ Jetzt müssen ambitionierte Ziele auch bei Wärme und Verkehr gesetzt werden, um einen klaren Rahmen für Sektorkopplung und Energiewende auch in diesen Bereichen zu errichten. Jedenfalls wird das 100 Prozent Erneuerbaren-Ziel nicht ohne massive Investitionen in Infrastruktur und Neuanlagen realisierbar sein.