2. Juli 2018

E-Wirtschaft sieht österreichischen Ratsvorsitz in der EU als einmalige Chance

Oesterreichs Energie: Marktdesign entscheidet über Erfolg der Energiewende

Als „einmalige Chance, richtungsweisende Energiegesetzgebung mit nationalen Prioritäten zu vereinen, sieht Oesterreichs Energie, die Interessenvertretung der E-Wirtschaft den österreichischen Ratsvorsitz der EU. „Österreich hat als Befürworter der Energiewende die Möglichkeit, das vom bulgarischen Ratsvorsitz zu weiten Teilen bereits ausverhandelte Clean Energy Package zu einem positiven Abschluss zu bringen und mit einem zukunftsfähigen Marktdesign den Elektrizitätsbinnenmarkt fit für die Zukunft zu machen“, erklärte Leonhard Schitter, Präsident von Oesterreichs Energie. 

Ein neues Marktdesign ist der Schlüssel für die Bewältigung zukünftiger Herausforderungen und einer besseren Integration der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien.

Schitter: „Nur wenn es gelingt einen europäischen Konsens in dieser Frage zu erlangen, können die bereits beschlossenen Energie- und Klimaziele bezüglich des Anteils der Erneuerbaren und der Treibhausgasreduktion erreicht werden.“ Themen sind unter anderem die Stärkung des Strombinnenmarktes, eine bessere Integration Erneuerbarer in den Strommarkt, der Ausbau der dafür benötigten Infrastruktur - Stichwort intelligente Netze – sowie die Rolle des (aktiven) Verbrauchers.

Oesterreichs Energie als Interessenvertretung der österreichischen E-Wirtschaft mahnt bei der Erstellung des neuen Marktdesigns dieselben Rechte und Pflichten für alle Marktteilnehmer ein. Schitter: „Wir benötigen ein System, das auch in Zukunft sichere, saubere und leistbare Energie zur Verfügung stellt. Die österreichische Ratspräsidentschaft muss das Thema finalisieren, damit Energiefragen nicht in den Wahlkampf für die Wahlen zum EU-Parlament nächstes Jahr hineingezogen werden.“