19. Jänner 2018

E-Wirtschaft: Löhne und Gehälter steigen 2018 um 3 Prozent

KV-Abschluss sichert Kaufkraft und nimmt Rücksicht auf Leistungsfähigkeit der Unternehmen

Die Löhne und Gehälter in der österreichischen E-Wirtschaft steigen mit Wirkung vom 1. Februar 2018 um 3 Prozent. „Der KV-Abschluss trägt dem Wunsch der Arbeitnehmer nach Erhaltung der Kaufkraft im Hinblick auf die positive wirtschaftliche Entwicklung Österreichs Rechnung und nimmt gleichzeitig Rücksicht auf die Leistungsfähigkeit der Unternehmen in Zeiten eines rasanten Strukturwandels und steigender Konkurrenz“, erklärten die Verhandlungspartner zum Abschluss der Gespräche.

Die Kollektivvertragsverhandlungen für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der österreichischen Elektrizitätswirtschaft konnten am 18. Jänner 2018 in der zweiten Verhandlungsrunde nach schwierigen, aber konstruktiven Gesprächen abgeschlossen werden. Der Abschluss gilt gleichermaßen für Arbeiter und Angestellte. Die Lehrlingsentgelte steigen ebenfalls um 3 Prozent, für Zulagen wurde eine Erhöhung um 2,5 Prozent, beziehungsweise 3 Prozent vereinbart. Die Vergütungen für Reisekosten werden um ein Prozent erhöht. Im Rahmenrecht wurden Verbesserungen in familienpolitischer Hinsicht vereinbart. Insgesamt liegt der Abschluss im Bereich vergleichbarer Industrieabschlüsse in jüngster Zeit.

Der Kollektivvertrag, der zwischen der Produktionsgewerkschaft (PRO-GE), der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) und Oesterreichs Energie ausverhandelt wurde, gilt für rund 16.000 Arbeiternehmerinnen und Arbeitnehmer in den österreichischen Elektrizitätsunternehmen. Arbeitnehmervertreter und Arbeitgeber betonten nach dem Abschluss das offene, von gegenseitiger Wertschätzung getragene und konstruktive Verhandlungsklima. Damit sei es gelungen, einen für beide Seiten akzeptablen Interessenausgleich zu finden Es liege im Interesse beider Seiten, qualitativ hochwertige Arbeitsplätze für verantwortungsbewusste Mitarbeiter auf Dauer abzusichern und die Branche fit für den durch die Energiewende ausgelösten Strukturwandel zu machen.

Der Kollektivvertragsabschluss im Detail:

Erhöhung der kollektivvertraglichen Mindestlöhne und Mindestgrundgehälter um 3 %.
Erhöhung der Ist-Löhne und Ist-Gehälter um 3 %
Erhöhung der Lehrlingsentschädigungen um 3 %
Erhöhung der Aufwandsentschädigungen um 1 % und
Erhöhung der Zulagen um 2,5 % mit Ausnahme der Zulagen für die 2. und 3. Schicht (3%)

Der Kollektivvertrag tritt mit 01.02.2018 in Kraft.