3. April 2018

E-Wirtschaft begrüßt längst fällige Klima- und Energiestrategie

Präsident Schitter: Strategie bietet gute Basis für konkrete Maßnahmen

Als wichtigen Grundstein für die Gestaltung der Energieversorgung der Zukunft sieht Oesterreichs Energie, die Interessenvertretung von Österreichs E-Wirtschaft den Entwurf einer integrierten Klima- und Energiestrategie. „Die Vorlage eines Entwurfes der integrierten Klima- und Energiestrategie nach Jahren der Diskussion ist ein bedeutender Schritt nach vorne und erfüllt eine langjährige Forderung der Elektrizitätswirtschaft“, freut sich Leonhard Schitter, Präsident von Oesterreichs Energie.

Positiv sieht Schitter, dass die Strategie explizit alle Sektoren anspricht und viele der Ideen aufnimmt, die Oesterreichs Energie mit der Stromstrategie Empowering Austria entwickelt hat: „Schon seit langem ist klar, dass die Energiezukunft nicht mit einer Stromwende allein gestaltet werden kann, sondern auch eine Mobilitäts- und Wärmewende umfassen muss. Eine integrierte Klima- und Energiestrategie kann nur ein Erfolg werden, wenn alle Bereiche ihren Beitrag leisten und Blockaden abgebaut werden, damit die notwendigen Maßnahmen tatsächlich bis 2030 zur Wirkung kommen können“, so Schitter.

Keine Energiewende ohne Versorgungssicherheit

Österreichs E-Wirtschaft bekennt sich zum sehr ambitionierten Ziel von 100 Prozent erneuerbaren Strom bis 2030. Österreichs E-Wirtschaft trägt die Verantwortung Strom sicher, sauber und leistbar zur Verfügung zu stellen. Daher sind nicht nur ein Ausbau der erneuerbaren Erzeugungsanlagen, sondern auch der Netz- und Speicherinfrastruktur sowie der Erhalt gesicherter Leistung unverzichtbar.

Klima- und Energiestrategie rasch durch konkrete Maßnahmen ergänzen

Mit der Klima- und Energiestrategie, die bis zum Sommer im Ministerrat beschlossen werden soll, ist nach Ansicht der E-Wirtschaft ein wichtiger erster Schritt gesetzt, dem jetzt konkrete Maßnahmen folgen müssen, fordert Schitter.

Die E-Wirtschaft sieht hier das geplante Energiegesetz als Kernelement, das den Ausbau der erneuerbaren Energien absichern soll, und dem Prinzip „so viel Markt wie möglich und so wenig Förderung wie nötig“ folgen soll.

Nach der Vorlage der Strategie geht es jetzt darum die vorgeschlagenen Maßnahmen möglichst rasch und konkret umzusetzen. „Verfahrensbeschleunigung, Bürokratieabbau und Anreize für Innovationen und Investitionen sind notwendige weitere Schritte, die umgehend folgen müssen“, so Schitter abschließend.