28.08.2020

E-Wirtschaft: Netzausbau ist wesentliche Säule der Energiewende

„Strom aus erneuerbaren Energiequellen ist nur ein Teil eines nachhaltigen Stromsystems. Unsere Klimaziele können wir nur erreichen, wenn wir leistungsfähige Speicher errichten und unsere Netze massiv verstärken“, erklärt Michael Strugl, Präsident von Oesterreichs Energie, der Interessenvertretung von Österreichs
E-Wirtschaft.

Österreich hat viel vor: bis 2030 soll unser Strombedarf bilanziell zu 100 Prozent über Strom aus erneuerbarer Energie gedeckt werden. Um das zu erreichen, brauchen wir in den kommenden Jahren um 27 TWh mehr Strom aus erneuerbaren Quellen als heute – das entspricht etwa dem gesamten Stromverbrauch von Dänemark. 11 TWh davon sollen aus Photovoltaik, 10 TWh aus Windkraft, 5 TWh aus Wasserkraft und 1 TWh aus Biomasse kommen.

„Damit wir unsere Stromversorgung angesichts eines immer größeren Anteils stark schwankender Erzeugung zwischen Tag und Nacht sowie Sommer und Winter künftig stabilisieren können, brauchen wir leistungsfähige Netze und innovative Speichersysteme. Ohne diese Infrastruktur ist die Umstellung auf erneuerbare Energiequellen technisch einfach nicht machbar“, betont Strugl.

Startschuss beim Erneuerbaren-Ausbau

Österreichs E-Wirtschaft erwartet, dass das bevorstehende Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz durch die Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen den Startschuss zu einem breiten Ausbau von Wasser-, Wind- und Sonnenenergie geben wird.

„Damit unser System diese zusätzlichen Kapazitäten verkraftet, müssen wir den Ausbau unserer Netze jetzt vorantreiben. Nur so können wir den Österreicherinnen und Österreichern weiterhin eine sichere Stromversorgung und unseren Betrieben ausreichend Energie für ihr Wachstum bieten. Wer die Energiewende will, muss den Netzausbau akzeptieren“, so Strugl. „Wir appellieren daher an die Politik – und die breite Bevölkerung – diese dringend benötigten Netzprojekte aktiv zu unterstützen. Das hilft unserer Wirtschaft, sichert Arbeitsplätze und nützt dem Klima.“

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