13. Dezember 2018

E-Wirtschaft hofft auf Beschleunigung der Energiewende durch Standortentwicklungsgesetz

Oesterreichs Energie-Präsident Leonhard Schitter fordert raschen Beschluss weiterer Gesetze

Als grundlegenden ersten Schritt zur Beschleunigung von Investitionen für mehr Klimaschutz und in erneuerbare Energien begrüßt Oesterreichs Energie, die Interessenvertretung der E-Wirtschaft den Beschluss des Standortentwicklungsgesetzes. „Wir hoffen, dass es damit einfacher wird, die Infrastruktur für die Energieversorgung der Zukunft rechtzeitig zu errichten“, erklärte Leonhard Schitter, Präsident von Oesterreichs Energie. Weitere Schritte, wie das Erneuerbaren Ausbau Gesetz sowie die erforderlichen Änderungen des ElWOG und anderer Gesetzesmaterien müssten nun rasch und entschieden vorangetrieben werden.

Das Standortentwicklungsgesetz, so Schitter, ist vor allem ein Signal, dass die Bundesregierung ihre Ziele bezüglich Klimaschutz und Energieversorgung unterstützt und die Verantwortung nicht auf die einzelnen Akteure abladen wolle. Schitter: „Damit wird die Politik zum Vorreiter. Die E-Wirtschaft ist bereit mit Investitionen und Innovationen einzusteigen und wir laden alle anderen Sektoren sowie alle Österreicherinnen und Österreicher ein, die nächsten Jahre gemeinsam mit uns das erste schwierige Stück des Wegs zu einer sauberen und effizienteren Energieversorgung zu beschreiten.“ Wer diese Entwicklung stören oder bremsen wolle, trage dagegen die volle Verantwortung, falls die Bemühungen nicht zum Erfolg führen sollten.

Österreichs E-Wirtschaft hat eine große Zahl an Vorhaben und Projekten, die konkret in die Tat umgesetzt werden können, sobald die entsprechenden Materiengesetze vorliegen. Schitter: „Wir haben nur noch elf Jahre bis 2030 und es ist daher höchste Zeit, endlich loszulegen. Im Strombereich werde es beispielsweise nötig zu sein, die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien um rund 30 Milliarden Kilowattstunden zu steigern und dafür die notwendigen Erzeugungsanlagen und Leitungen sowie neue Speichersysteme zu schaffen.“