Energie-Lexikon

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Peakload
Spitzenlast oder Peakload bezeichnet den Zeitbereich mit hoher Stromnachfrage. Üblicherweise tritt erhöhte Nachfrage tagsüber an Werktagen auf. An der Leipziger Strombörse EEX wird Spitzenlaststrom für den Zeitbereich Montag bis Freitag, 08:00 bis 20:00 gehandelt.

Pelton-Turbine
Die Pelton-Turbine gehört zur Gruppe der Freistrahlturbinen und wurde 1880 vom amerikanischen Ingenieur Lester Pelton entwickelt. Sie ähnelt am stärksten dem klassischen Wasserrad. Bei Pelton-Turbinen strömt das Wasser mit sehr hoher Geschwindigkeit auf die Schaufeln. Bei den Freistrahlturbinen wird die potenzielle Energie des Wassers schon in der Leitvorrichtung in Bewegungsenergie umgewandelt. Das Wasser trifft in freiem Strahl auf das Laufrad.

Phelix
Phelix steht für "Physical Electricity Index" und ist ein stundengewichteter Durchschnittspreis pro Tag, der für Base und Peak berechnet wird. Der Phelix-Index ist der Referenzpreis für Strom in Kontinentaleuropa.

Photovoltaik / Solarenergie
ist die direkte Umwandlung von Lichtenergie in elektrische Energie in Solarzellen. Bei voller Sonnenstrahlung (ca. 1.000 Watt pro Quadratmeter) kann eine Solarzelle 10-15 Prozent dieser Energie direkt in Strom verwandeln. Ihr Beitrag zur Stromerzeugung ist derzeit noch gering. Die Produktionskosten für Solarzellen sind zwar in den vergangenen Jahren deutlich gesunken, die photovoltaische Stromgewinnung ist aber immer noch deutlich teurer als die aus anderen regenerativen Energiequellen.

Primärenergie
Als primäre Energieträger werden zur Stromgewinnung verwendbare Rohstoffe bezeichnet. Neben den fossilen Energieträgern wie Kohle, Erdgas und Erdöl gehört – neben der Kernenergie – auch die Biomasse dazu.

Prosumer
Der Begriff Prosumer setzt sich aus den Worten „Producer“ und „Consumer“ zusammen. Der Begriff bezeichnet Endverbraucher, die nicht nur Strom verbrauchen, sondern auch selbst Strom ins Netz einspeisen, z. B. über Solaranlagen.

Pufferspeicher
ist ein gedämmter Speicherwasser-Behälter, in dem überschüssige Heizungswärme zu einer späteren Verwendung aufbewahrt wird. Er dient der Überbrückung von Versorgungsengpässen (z.B. bei Solaranlagen) oder zur Optimierung der Betriebsweise von schlecht regelbaren Heizanlagen (z.B. bei Festbrennstoffkesseln).

Pumpspeicherkraftwerke
Pumpspeicherkraftwerke können elektrische Energie in umweltfreundlicher und wirtschaftlicher Weise sowohl speichern als auch erzeugen und spielen daher eine wichtige Rolle bei der Stabilisierung des Stromnetzes. Bei Stromproduktionsüberschuss (z. B. durch starkes Windaufkommen) wird Wasser in ein Speicherbecken hinaufgepumpt. Bei Verbrauchsspitzen wird durch Ablassen wieder Strom erzeugt und ins Netz eingespeist. Alle Pumpspeicherkraftwerke in Österreich zusammen können etwa 3,2 TWh an Energie speichern. Das würde theoretisch reichen, Österreich 16 Tage lang mit Strom zu versorgen.