Klimapakt

Ein Klimapakt für Österreich

Am 29. September 2019 wählt Österreich einen neuen Nationalrat: eine Richtungsentscheidung auch für das dominierende Thema unserer Zeit – die Klima- und Energiepolitik. Österreich hat sich hier viel vorgenommen und sich auf europäischer bzw. nationaler Ebene zu folgenden Maßnahmen verpflichtet:

  • Der Ausstoß schädlicher Treibhausgase soll bis 2030 um 36 Prozent gesenkt werden (im Vergleich zu 2005).
  • Der Anteil erneuerbarer Energie am Bruttoendenergieverbrauch soll bis 2030 auf einen Wert von 45 bis 50 Prozent steigen.
  • 100 Prozent unseres Stromverbrauchs soll im Inland aus erneuerbaren Energien erzeugt werden.
  • Und gesamteuropäisch soll die Energieeffizienz bis 2030 um 32,5 Prozent verbessert werden. Raumwärme, Kühlung und ganz besonders der Verkehr spielen hier eine wesentliche Rolle.

Österreichs E-Wirtschaft unterstützt diese Bemühungen nach Kräften und schlägt den politischen Parteien und allen Österreicherinnen und Österreichern einen gemeinsamen Klimapakt vor: Ein Schulterschluss zwischen Energiewirtschaft, Politik und Bevölkerung kann Österreich zum europäischen Spitzenreiter im Klimaschutz machen. Mit dem Pakt wollen wir massive Einsparungen von CO2 sicherstellen:

  • Wenn wir rund 30 TWh Strom mehr aus erneuerbaren Energien erzeugen als heute, können wir nicht nur unseren gesamten erwarteten Stromverbrauch decken, sondern Österreich spart damit auch rund 7,5 Mio. Tonnen CO2 pro Jahr ein. Das entspricht in etwa den gesamten Treibhausgasemissionen des Gebäudebereichs. Damit wäre auch das Ziel, 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien (national bilanziell) erreicht. Durch den Ausbau von 30 TWh können auch die Bereiche Mobilität und Raumwärme stärker elektrifiziert werden.
  • Wenn 2030 jeder dritte private Pkw elektrisch fährt, sparen wir 1,5 Mio. Tonnen CO2 pro Jahr ein. Ausreichend sauberen Strom dafür können wir mit dem geplanten Ausbau zur Verfügung stellen!
  • Und wenn wir im Bereich Raumwärme und -kühlung Heizöl durch Strom aus erneuerbaren Energien, etwa mittels Wärmepumpen, ersetzen, sparen wir rund 160.000 Tonnen an CO2-Emissionen pro Jahr ein. Weitere Einsparungen können durch die Förderung einer zentralen, hocheffizienten Fernwärmeversorgung gelingen.

Wenn diese Maßnahmen bis 2030 umgesetzt werden, kann Österreich seinen jährlichen Ausstoß an schädlichen Treibhausgasen (nachhaltig) um gut 10 Prozent reduzieren (vgl. 2017).

Österreichs E-Wirtschaft ist bereit für den massiven Ausbau für mehr sauberen Strom. Um das möglich zu machen, braucht es aber rasch folgende Rahmenbedingungen:

  • ein zeitgemäßes Energierecht für Österreich mit gezielten Förderungen der erneuerbaren Energien
  • mehr Energieeffizienz durch effektive Anreize statt Verpflichtungen
  • eine gerechte CO2-Bepreisung Strom ist die intelligente Energieform der Zukunft und kann rasch und nachhaltig für eine klimaschonende Zukunft eingesetzt werden. Aber auch andere Bereiche wie Industrie, Verkehr, der Gebäudesektor und die Landwirtschaft müssen ihren Beitrag leisten.

So machen wir Österreich fit für die Energiezukunft:

  • mehr Erneuerbare, Netze und Speicher

  • moderne Regulierung

  • mehr Energieeffizienz: Anreize statt Verpflichtungen

  • Wärmewende beschleunigen

  • Verkehrswende gestalten

  • Versorgungssicherheit und Digitalisierung

  • Leuchttürme ermöglichen – rasch und unbürokratisch

  • CO2-Bepreisung über alle Sektoren