Energie-Lexikon

N

Nachhaltigkeit
ist im Sinne der Energiepolitik der schonende Umgang mit Ressourcen, so dass auch nachfolgende Generationen noch über sie verfügen können.

Nachtspeicher-Heizgerät
ist ein Heizgerät, bei welchem Nachtstrom als Heizenergie eingesetzt wird. Meist werden dazu speicherfähige Steine elektrisch aufgeheizt. Die gespeicherte Wärme wird dann tagsüber – meistens mit Hilfe eines Gebläses – an die Raumluft abgegeben.

Nachtstrom
ist verbilligter Strom, der zu Zeiten geringer Stromabnahme (meist in der Nacht) Nachtspeicher-Heizgeräte und Warmwasserspeicher kostengünstig aufheizt.

Netz
ist die Gesamtheit der miteinander verbundenen Anlagenteile zur Übertragung und Verteilung elektrischer Energie.

Netzanteil
Der Netzanteil des Strompreises besteht aus mehreren Komponenten und wird behördlich festgelegt. Er setzt sich aus dem Netznutzungsentgelt, dem Netzverlustentgelt und dem Entgelt für Messleistungen sowie den Kosten für die Förderung von Ökostrom zusammen.

Netzbetreiber
sind Unternehmen, die ein Übertragungs- oder Verteilungsnetz betreiben. Im Falle von Strom geschieht dies mit einer Nennfrequenz von 50 Hertz. Die Frequenz gibt wieder, wie oft sich beim Wechselstrom die Stromrichtung pro Sekunde ändert.

Netzeinspeisung
ist die Lieferung von überschüssigem Strom, beispielsweise aus netzgekoppelten Photovoltaik-Anlagen, ins Netz eines Energieversorgers zu einem fixierten Einspeisetarif. Der eingespeiste Strom muss die Qualitätskriterien des Versorgers erfüllen, um negative Einflüsse auf das Netz zu vermeiden.

Netzfrequenz
Als Netzfrequenz wird die Frequenz von Wechselstrom oder -spannung in einem Elektrizitätsnetz bezeichnet. In Europa ist diese Frequenz auf 50 Hz standardisiert. Unter Frequenz versteht man die Anzahl der Schwingungen pro Sekunde. Die Einheit der Frequenz ist Hertz (Hz) und wurde nach Heinrich Hertz (1857 – 1894) benannt. 1 Hz ist 1 Schwingung pro Sekunde.

Netzlast
Der Gesamtverbrauch aller zu einem Zeitpunkt aktiven Verbraucher wird umgangssprachlich als Netzlast bezeichnet. Als vertikale Netzlast wird die Summe aller Übertragungen aus dem Übertragungsnetz zu Endverbrauchern bzw. Transformatorstationen verstanden.

Netznutzung
Unter Netznutzung versteht man die Einspeisung und Entnahme von elektrischer Energie aus dem Netzsystem.

Netznutzungsentgelt / Systemnutzungstarif
dient zur Abgeltung der Kosten für die Errichtung, den Ausbau, die Instandhaltung und den Betrieb des Strom- oder Gasnetzes.

Netzstabilität
Um Netzstabilität zu gewährleisten ist es notwendig, auf plötzlich auftretende – also nicht geplante – Veränderungen der Netzlast und der Erzeugung so zu reagieren, dass es zu keinen Versorgungsausfällen kommt. Ein wichtiges Prinzip dabei ist die (n-1)-Sicherheit. Sollte eine Einheit (etwa ein Kraftwerk oder eine Leitung) plötzlich nicht mehr zur Verfügung stehen, müssen die verbleibenden Einheiten die Versorgung aufrechterhalten können.

Netzverlustentgelt
Für den Ausgleich von Transportverlusten im Stromnetz muss Energie zugekauft werden. Die Kosten für diese Beschaffung werden durch das Netzverlustentgelt abgegolten. Um möglichst verlustarm zu transportieren, sind hohe Transportspannungen (bis 400 kV) nötig.

Nutzungsgrad
ist der Vergleich der eingesetzten Energie (z.B. Brennstoffbedarf) mit dem damit erreichten Ergebnis (z.B. elektrischer Strom).