Stromhandel und -vertrieb

Deutsch-österreichische Preiszone als Erfolgsmodell

Das deutsch-österreichische Marktgebiet mit einheitlichem Preis ist das Beispiel erfolgreicher Integrationsbestrebungen. Durch die engpassfreie Grenze konnte sich ein reger Handels- und Energieaustausch zum Vorteil beider Länder entwickeln. Die österreichisch-deutsche Preiszone verfügt im Vergleich zu anderen europäischen Marktgebieten über eine überdurchschnittlich hohe Liquidität im Spot- und Terminmarkt. Die in dieser Preiszone ermittelten Großhandelspreise haben für den gesamten europäischen Raum Signalwirkung und spielen eine signifikante Rolle bei Handelsgeschäften in Europa.

Aktuell ist allerdings insbesondere das Übertragungsnetz in Deutschland noch nicht ausreichend in der Lage, die großen im Norden produzierten erneuerbaren Energiemengen vollständig in die Lastzentren im Süden zu transportieren. Daher kommt es zu Ringflüssen, sogenannten Loop Flows, vorwiegend durch die östlichen Nachbarländer, was die aktuelle Diskussion über eine Auftrennung der deutsch-österreichischen Gebotszone ausgelöst hat.

Die effizienteste und ökonomisch sinnvollste Lösung zur Bewältigung der Netzprobleme in Deutschland als auch in den Nachbarländern ist der Netzausbau. Zur Überbrückung des Netzausbaus stehen ein optimiertes Redispatching und transparent gestaltete Netzreserven zur Verfügung, wozu die österreichische E-Wirtschaft bereits jetzt beiträgt und weiter beitragen wird.