Stromhandel und -vertrieb

Bundes-Energieeffizienzgesetz

Im Rahmen des Bundes-Energieeffizienzgesetzes (EEffG) hat sich Österreich verpflichtet, bis zum Ende des Jahres 2020 die Energieeffizienz um insgesamt 310 PJ zu verbessern.

Dieses Ziel soll einerseits über die sogenannte „Lieferantenverpflichtung“ sowie andererseits über strategische Energieeffizienzmaßnahmen erreicht werden. Im Rahmen der Lieferantenverpflichtung haben Energielieferanten die Durchführung von Energieeffizienzmaßnahmen in Höhe von 0,6% ihres Energieabsatzes des Vorjahres nachzuweisen.

Bis jeweils zum 14. Februar haben die Unternehmen Zeit  ihre Energieeffizienzmaßnahmen des Vorjahres (inkl. entsprechender Dokumentation zum Nachweis der gesetzten Energieeffizienzmaßnahmen) an die Nationale Monitoringstelle Energieeffizienz, eingerichtet bei der Österreichischen Energieagentur (AEA), zu melden. Die Meldung von Energieeffizienzmaßnahmen erfolgt über das Unternehmensserviceportal (USP) des Bundes. Voraussetzung für die Durchführung von Meldungen an die Monitoringstelle ist demnach ein USP-Zugang.

Die Bewertung und Anrechenbarkeit von Energieeffizienzmaßnahmen im Rahmen des österreichischen Energieeffizienz-Gesetzes ist in der per 1.1.2016 in Kraft getretenen Energieeffizienz-Richtlinienverordnung inklusive Methodendokument (Anhang I) geregelt.

Können Energielieferanten ihrer Verpflichtung selbst nicht nachkommen, so müssen sie eine Ausgleichszahlung leisten, welche in einen Topf zur Förderung von Energieeffizienzmaßnahmen fließt.