VEÖ: Österreichs E-Wirtschaft übernimmt Verantwortung
Kraftwerksinvestitionen für sichere und nachhaltige Stromversorgung im Einklang mit gesetzlichen Rahmenbedingungen und Umweltschutz
Mit ihren Investitionen in moderne Kraftwerke und leistungsfähige Netze übernimmt Österreichs E-Wirtschaft aktiv Verantwortung für eine sichere und klimaschonende Stromversorgung. „Eine funktionierende und leistbare Stromversorgung ist die Lebensader unserer Gesellschaft und Österreichs Wasserkraft kann entscheidende Beiträge für eine nachhaltige Energiezukunft leisten“, erklärte die Generalsekretärin des Verbands der Elektrizitätsunternehmen Österreichs (VEÖ), Barbara Schmidt.
Dass moderne Kraftwerke im Einklang mit dem Natur- und Umweltschutz errichtet werden, hat die E-Wirtschaft in den vergangenen Jahren eindrucksvoll demonstriert. „Sämtliche Bauvorhaben der österreichischen Elektrizitätsunternehmen wurden und werden selbstverständlich unter Einhaltung aller gesetzlichen Vorschriften und Projektauflagen durchgeführt“, so Schmidt. Richtungsweisend für künftige Projekte sind die kürzlich vorgestellte Energiestrategie Österreich und der nationale Gewässerbewirtschaftungsplan, der demnächst präsentiert wird. Schmidt: „Damit wird der Ordnungsrahmen für die Zukunft erstellt und wir hoffen, dass bei der Bewertung von Projekten der Klimaschutz gleichberechtigt mit dem Gewässerschutz zum Zuge kommt. Hier sind wir ausnahmeweise mit dem Umweltdachverband einer Meinung, denn Wasserkraft ist Klimaschutz.“
Strom wird wichtigste Energie der Zukunft
Auch wenn es gelingt, den Energiebedarf durch die Energiestrategie bis 2020 wie geplant auf dem Niveau von 2005 zu stabilisieren, wird der Strombedarf in den kommenden Jahren weiter wachsen. Schmidt: „Strom ist die Energie der Zukunft, die als Türöffner zu Effizienzmaßnahmen fungieren kann und die E-Wirtschaft Österreichs ist bereits heute ein nachhaltiges und Klima schonendes Vorzeigemodell.“ Österreichs Strom stammt zu über 60 Prozent aus erneuerbaren Energien und nur zu sehr geringen Teilen aus Kohle und Öl. Dem hohen Anteil der Wasserkraft am der heimischen Stromproduktion ist es zu verdanken, dass die CO2-Emissionen pro Kilowattstunde lediglich bei 0,17 kg je Kilowattstunde liegen, einem der niedrigsten Werte in Europa.
15 Prozent mehr „grüner Strom“ durch Wasserkraft bis 2020
Strom deckt derzeit nur knapp 20 Prozent des Endenergiebedarfs. Im Rahmen des EU-Klimapakets hat sich Österreich verpflichtet, den Anteil der Erneuerbaren am Gesamtverbrauch von derzeit 23 auf 34 Prozent zu steigern und Strom ist Teil der Lösung. Schmidt: „Die Potenziale sind bekannt: Wasserkraft, Windenergie und Biomasse ermöglichen bis 2020 eine zusätzliche nachhaltige Stromerzeugung von über 14 Milliarden Kilowattstunden.“ Österreich verfügt über ein technisch-wirtschaftliches Wasserkraftgesamtpotenzial in Höhe von 56 Milliarden Kilowattstunden , daraus ergibt sich unter Ausschluss von Nationalparks oder von Gebieten des UNESCO-Weltkulturerbes ein noch ausbaubares Potenzial von 13 Milliarden Kilowattstunden. Damit können 5,8 Mio. Tonnen CO2 eingespart werden und bis zum Jahr 2020, dem Zieljahr des EU Energie- und Klimapakets, sind sieben Milliarden Kilowattstunden umsetzbar. Dies entspricht 3,1 Mio. Tonnen CO2 und Österreich würde damit um 15 Prozent mehr „grünen“ Strom gegenüber dem Status quo verfügen. Die dafür erforderlichen Investitionen von 8,4 Mrd. € sichern 6000 Arbeitsplätze für 10 Jahre.
Rückfragehinweis:
Ernst Brandstetter
Pressestelle des VEÖ
Tel.: 0043 676 845019260





