10. Juli 2017

E-Wirtschaft hat Klimaschutz und Versorgungssicherheit im Fokus

Energiewende ist mehr als der Ausbau Erneuerbarer Energien

Oesterreichs Energie, die Interessenvertretung der E-Wirtschaft, mahnt Umsicht bei Versprechungen zum totalen Umstieg auf Erneuerbare Energien ein. „Klimaschutz ist das oberste Ziel, aber dabei darf die Versorgungssicherheit nicht außer Acht gelassen werden. Nach unseren Berechnungen ist bei diesen Maßgaben ein Anteil erneuerbarer Energiequellen im Stromsystem von 85% bis 2030 möglich. Wir liegen damit im europäischen Spitzenfeld“, so Barbara Schmidt, Generalsekretärin von Oesterreichs Energie zur Debatte um den Ausbau der Erneuerbaren im Stromsystem.

Für Oesterreichs Energie hat Klimaschutz oberste Priorität, der Ausbau erneuerbarer Energien sowie die Erhöhung des Anteils umweltfreundlichen Stroms im Energiesystem sind dafür unumgänglich, wie auch in der Stromstrategie „Empowering Austria“ festgelegt. Der Umbau des Energiesystems ist aber das größte Infrastrukturprojekt der letzten Jahrzehnte und muss mit Maß und Ziel geschehen. Erneuerbare Energien sind volatil und richten sich nicht nach dem aktuellen Verbrauch. Das ist eine große Herausforderung für die Netze. Daher muss die Speichertechnologie rasch ausgebaut und in leistungsstarke und intelligente Netze investiert werden. Zur Aufrechterhaltung der hohen Versorgungssicherheit wird Österreich weiterhin nicht auf einen geringen Anteil fossiler Energieträger zum Ausgleich verzichten können. „Umweltfreundlicher Strom ist der Schlüssel für den Umbau des Energiesystems. Die E-Wirtschaft arbeitet mit vollem Einsatz daran, dass die Versorgungssicherheit trotz des Umbaus des Gesamtsystems aufrecht bleibt“, fasst Schmidt die Position der E-Wirtschaft zusammen. Die Diskussion um den Ausbau der erneuerbaren Energien muss sich aus Sicht von Oesterreichs Energie immer an dem Zieldreieck Versorgungssicherheit, Nachhaltigkeit und Leistbarkeit orientieren.