Smart Meter

Datenschutz für E-Wirtschaft an erster Stelle

Österreich Vorreiter bei Sicherheit und Standards bei Smart Metern

Oesterreichs Energie, die Interessenvertretung der E-Wirtschaft, betont, dass die von der E-Wirtschaft erarbeiteten Sicherheitsstandards für Smart Meter in Österreich weit über den Vorgaben der europäischen Datenschutz-Grundverordnung liegen. „Zusätzlich hat die E-Wirtschaft Verhaltensregeln zur Wahrung des Datenschutzes im Sinne der Konsumentinnen und Konsumenten erarbeitet, die als Vorbild für Europa gelten“, so Barbara Schmidt, Generalsekretärin von Oesterreichs Energie.

Smart Meter bringen den Konsumentinnen und Konsumenten viele Vorteile: der aktuelle Stromverbrauch ist jederzeit abrufbar und somit liegt mehr Wissen über den eigenen Stromverbrauch vor. Das eigene Verbrauchsverhalten kann dementsprechend angepasst werden, und es wird eine Grundlage für maßgeschneiderte Preisangebote geschaffen. Die Zählerablesung erfolgt automatisch und es ist nicht mehr notwendig, Termine dafür zu vereinbaren.

Österreich zählt im europäischen Vergleich bei der Smart-Meter-Einführung zu den Vor­reitern in Bezug auf eine einheitliche, standardisierte Umsetzung. Durch die gemeinsame Entwicklung eines Lastenheftes für intelligente Messsysteme und korrespondierenden Use-Cases konnte ein einheitlicher Standard in Österreich entwickelt werden, der für höchstmögliche Datensicherheit sorgt. Da am Markt keine Standardsysteme verfügbar waren, war das für die Hersteller eine große Herausforderung, die bewältigt wurde. Die aktuell im „Clean Energy Package“ der Europäischen Kommission vorgesehenen Vorgaben zum Datenschutz werden von den österreichischen Verteilernetzbetreibern, die für die Umsetzung zuständig sind, bereits jetzt übererfüllt.

Entsprechend der Intelligenten Messgeräte-Einführungsverordnung ist eine Roll-Out-Quote von 70 % für das Jahr 2017 vorgesehen. Bis zum Jahr 2019 müssen per Verordnung des österreichischen Gesetzgebers 95 % der Kunden mit intelligenten Messgeräten ausgestattet sein. Für die österreichischen Netzbetreiber ist es essentiell, dass jeder Zähler, unabhängig von den vom Kunden gewählten Funktionen, zur 95 % Quote anerkannt wird.

Obwohl der Roll-Out der Smart Meter in vollem Gang ist, werden die österreichischen Verteilernetzbetreiber die Quote für die Jahre 2017 bis 2019 wegen der umfassenden Vorarbeiten nicht erfüllen können. Oesterreichs Energie fordert daher eine Anpassung des österreichischen Zeitrahmens an die faktischen Möglichkeiten und den Zeitrahmen der Europäischen Regelung. Die österreichische E-Wirtschaft ist aber zuversichtlich die von der Europäischen Union vorgegebene Umsetzungsrate für das Jahr 2020 erfüllen zu können.

Die Arbeiterkammer, die sich dem Thema Smart Meter und Datenschutz heute im Rahmen eines Pressegesprächs gewidmet hat, lädt Oesterreichs Energie zu gemeinsamer Information ein. „Die Sorgen der Menschen nehmen wir ernst, da es sich um den Abschied von etwas Gewohntem zu Gunsten von etwas Neuem handelt. Wir müssen daher sehr sorgfältig kommunizieren und die Bevölkerung aufklären. Je mehr Organisationen sich des Themas annehmen, desto besser,“ so Barbara Schmidt.