Ökostrombericht unterstreicht Bedeutung der Wasserkraft
Oesterreichs E-Wirtschaft: Gute Position gesetzlich absichern und ausbauen
Als Beweis, dass Österreichs E-Wirtschaft auf dem richtigen Weg ist, bezeichnet Barbara Schmidt, die Generalsekretärin von Oesterreichs Energie, den Ökostrombericht 2010 der Regulierungsbehörde E-Control. Die nachhaltige Stromproduktion und der flexible Erzeugungsmix dürften in Zukunft nicht benachteiltigt werden.
Schmidt: "Aktuell geht es darum, im Wasserrechtsgesetz sowie bei der Novelle des Elektrizitätswirtschafts-Organisationsgesetzes den österreichischen Weg abzusichern. Wir brauchen eine Stärkung des öffentlichen Interesses an der Wasserkraft und der österreichischen Stromerzeugung." Insbesondere dürfe es zu keinen weiteren Belastungen der Stromerzeugung und der Pumpspeicherung durch Netztarife kommen. Ohne Ausbau der Pumpspeicher ist der Aufbau einer weitgehend nachhaltigen Stromproduktion in Europa nicht denkbar. Deshalb habe Deutschland in seinem neuen Energiekonzept die Bedeutung der Pumpspeicher explizit hervorgehoben.
„Der Ökostrombericht 2010 bestätigt erneut deutlich die außergewöhnliche Position Österreichs in Bezug auf nachhaltige Stromproduktion in Europa“, so Schmidt. Österreich ist demnach das einzige EU-Land, das 65 Prozent des Inlandsstromverbrauchs aus erneuerbaren Energieträgern erzeugt, deutlich mehr als Schweden, das bei 54 Prozent liegt. Durch den geplanten Ökostromausbau soll der Ökostromanteil bis 2015 auf 68 Prozent ansteigen. Schmidt: „Dazu kommt noch Masterplan Wasserkraft, der keinerlei Förderungen benötigt, während andere Länder wegen der hohen Kosten bereits Förderkürzungen überlegen.“
Hochmoderne thermische Kraftwerke mit Top-Wirkungsgraden
Rund 30 Prozent des in Österreich erzeugten Stroms werden in thermischen Kraftwerken produziert. Im Schnitt ist der Wirkungsgrad der österreichischen Kraftwerke laut Ökostrombericht seit 1997 von 35 Prozent auf knapp 44,3 Prozent gestiegen. Innerhalb von 18 Jahren konnten die Kraftwerksbetreiber damit den Einsatz fossiler Brennstoffe pro Kilowattstunde um mehr als ein Viertel reduzieren. Kraftwerke mit Kraft-Wärme-Kopplung, die gleichzeitig auch Fernwärme liefern, kommen sogar auf Wirkungsgrade von bis zu 85 Prozent. Auf sie entfallen bereits die Hälfte der thermischen Kraftwerksleistung in Österreich. Schmidt: „Österreichs E-Wirtschaft ist damit auch bei thermischen Kraftwerken Spitze im Umweltschutz.“






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