Neue Stromnetztarife ab 2019

News - 19. April 2017

EU-Energiemarkt, Brexit

Ab 2019 wird für die Stromnetztarife nicht mehr der Stromverbrauch die Basis sein, sondern die aus dem Netz bezogene Leistung.

Diese Umstellung des Systems der Stromnetztarife begründet die Regulierungsbehörde
E-Control mit den massiven Änderungen in der Stromwelt wie beispieilsweise dezentrale Erzeugung oder Digitalisierung. Wer das Netz mehr benutze, müsse künftig mehr zahlen. Für einen Standardhaushalt würde sich dadurch kaum etwas ändern und die Rechnung in etwa gleich hoch bleiben, betonten die E-Control-Vorstände Wolfgang Urbantschitsch und Andreas Eigenbauer. Jene, die mehr an Leistung beziehen und in kurzer Zeit viel aus dem Stromnetz entnehmen, müssen künftig mehr bezahlen, beispielsweise bei Schnellladestationen für Elektroautos. Lädt man das Elektroauto aber langsam auf, wird man nur geringfügig mehr zahlen. Für Vielentnehmer könnte es durchschnittlich zu Erhöhungen um rund 10 Prozent kommen. Es werde aber auch Entlastungen geben. Nicht vorgesehen sind zeitvariable Netztarife, also beispielsweise Tarife mit stündlichen Intervallen. Der unterbrechbare Tarif, wie er schon jetzt beispielsweise für Wärmepumpen eingesetzt wird, soll ausgebaut werden. 

Voraussetzung für ein leistungsgemessenes Netzentgelt sind digitale Stromzähler, die schrittweise in ganz Österreich eingeführt werden. 

⇒ Weitere Informationen

Zurück