Klimaschutz durch Wasserkraft und modernste Technik
Pumpspeicher bilden Schwerpunkt der Kraftwerksprojekte der E-Wirtschaft
Der Ausbau der österreichischen Pumpspeicherkapazität als Ausgleich für die schwankende Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien steht im Zentrum der Investitionen der österreichischen E-Wirtschaft in die Stromerzeugung in den kommenden Jahren. „Die aktuelle Liste mit insgesamt mehr als 80 Kraftwerksprojekten zeigt die Bedeutung der E-Wirtschaft für den Klimaschutz und die Konjunktur in Österreich“, erklärte Barbara Schmidt, Generalsekretärin von Oesterreichs Energie, der Interessenvertretung der E-Wirtschaft.
Aktuell befinden sich über 60 Wasserkraftprojekte in Bau in Verfahren oder in Planung, die insgesamt mehr als 4,7 Milliarden Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen können. Die Energiestrategie Österreich sieht bis 2015 einen Wasserkraft-Ausbau im Ausmaß von 3,5 Milliarden Kilowattstunden vor. Schmidt: „Wir sind mit unseren Projekten voll auf Kurs. Österreichs E-Wirtschaft wird daher die von der Energiestrategie genannten Ziele für den Ausbau nachhaltiger Stromproduktion im Inland sicher erreichen.“ Mit dem Masterplan Wasserkraft und dem Energiepaket in Rot-Weiß-Rot hat die E-Wirtschaft ein Ausbauvolumen von sieben Milliarden Kilowattstunden und Investitionen von 15 Mrd. € in Erzeugung und Netze bis 2020 angekündigt.
Wasserkraftprojekte mit Schwerpunkt Pumpspeicherung
Schwerpunkt beim Ausbau der Wasserkraft sind moderne Pumpspeicherkraftwerke. Die größten Projekte der aktuellen Kraftwerksliste sind die Pumpspeicherkraftwerke Limberg II und III, Reißeck II, Obervermuntwerk II und Kaunertal. Größtes Laufkraftwerk ist das Gemeinschaftskraftwerk Inn mit einer Leistung von 88 MW. Insgesamt sind Wasserkraftwerke mit fast 5400 MW Leistung in Bau, Planung oder Verfahren. Schmidt: „Österreich hat die Chance, mit Pumpspeicherkraftwerken einen Ausgleich für die stark schwankende Stromeinspeisung vor allem aus Windenergie im europäischen Netz zu sorgen und so gleichzeitig die Versorgungssicherheit im Inland zu verbessern.“ Dank des hohen Anteils der Wasserkraft hat Österreich schon heute mit 155 Gramm CO2-Emissionen pro Kilowattstunde die Klima schonendste Stromproduktion Europas mit Ausnahme der Atomkraft-Länder Frankreich und Schweden.
Zusätzlich zum Ausbau der Wasserkraft hat Österreichs E-Wirtschaft derzeit Projekte mit einer Erzeugung von knapp 250 Gigawattstunden in den Bereichen Wind, Biomasse und Solarenergie. Die Leistung dieser Anlagen beträgt in Summe über 500 MW, das entspricht der Hälfte der derzeit installierten Windkraft.
Kraft-Wärme-Kopplung und höchste Effizienz
Fortgesetzt werden zudem die Klima schonende Erneuerung und Ergänzung des thermischen Kraftwerkparks. Anlagen mit insgesamt rund 2500 MW sind in Bau, Planung oder Verfahren. Aktuell werden in Österreich nur noch Anlagen gebaut, die höchste Effizienz aufweisen, ökologische Vorteile bringen oder Müll entsorgen. Beispiele dafür sind das Reststoffheizkraftwerk der Linz AG oder die Erweiterung der Müllverbrennungsanlage der EVN. Die neuen Gas- und Dampfturbinen des Verbund-Kraftwerks in Mellach, das Fernwärme nach Graz liefern wird, werden beispielsweise bei nur geringfügig höherem CO2-Ausstoß fast die vierfache Leistung haben wie derzeit. Das spart gegenüber einem Kohlekraftwerk mehr als zwei Millionen Tonnen CO2 pro Jahr und es gibt keine Staubemissionen und keinen Schwefel, der entsorgt werden muss. Dieses Kraftwerk alleine kann bei Windstille die Stromproduktion von 1000 Windrädern ersetzen.
Investitionen unterstützen Klimaziele und Volkswirtschaft
Die Investitionssumme aller vorliegenden Projekte im Kraftwerksbereich beträgt mehr als 6,2 Milliarden Euro. Das bedeutet für Österreich einen Konjunkturschub von mehr als zwölf Mrd. Euro. Damit werden 114.000 Arbeitsplätze geschaffen oder gesichert. Mit dem zusätzlichen Strom aus erneuerbaren Energien können rund zwei Millionen Tonnen CO2 eingespart werden. Schmidt: „Und damit ist die E-Wirtschaft Österreichs wichtigster Investor in den Klimaschutz.“







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