Faires und ausgewogenes Angebot für MitarbeiterInnen der E-Wirtschaft
Oesterreichs Energie: Gewerkschaft verschweigt wesentliche Punkte der KV-Gespräche
Die zweite Verhandlungsrunde der Kollektivvertragsverhandlungen 2012 zwischen Österreichs E-Wirtschaft und GPA-DJP sowie PRO-GE wurden am 30. Jänner 2012 trotz eines mit großer Sorgfalt erstellten und ausgewogenen Angebots der Arbeitgeberseite von der Arbeitnehmerseite abgebrochen. „Das Angebot liegt für alle Arbeitnehmergruppen über der Inflationsrate und enthält darüber hinaus mit der Einmalzahlung eine wirksame Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Unternehmenserfolg“, erklärte die Generalsekretärin von Oesterreichs Energie, Barbara Schmidt.
Das Angebot von Österreichs E-Wirtschaft lautet:
Erhöhung der
kollektivvertraglichen Mindestgehälter und Mindestlöhne um 3,4 %
Erhöhung der Ist-Gehälter und Ist-Löhne um 3,4 %, und
eine Einmalzahlung in der Höhe von 400 Euro.
In Summe bedeutet dieses Angebot für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen Gehalts- und Lohnabschluss, der in seinem Wert Gehalts- und Lohnabschlüssen anderer Branchen entspricht. Schmidt: „In ihrer Aussendung zu den KV-Verhandlungen verschweigen die Arbeitnehmervertreter nicht ohne Grund die Höhe der angebotenen Einmalzahlung. Zudem haben sich die Arbeitgebervertreter offen für andere Lösungen gezeigt und den Arbeitnehmern zusätzlich angeboten, unter Berücksichtigung des hohen Rahmenrechtsstandards in der Elektrizitätswirtschaft in sozialpartnerschaftliche Detailgespräche über Fragen des Rahmenrechts einzutreten.“
Schmidt: „Unternehmen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen gemeinsam Verantwortung für eine leistbare und sichere Stromversorgung in Österreich sowie für die Arbeitsplatzsicherheit und –Qualität in der E-Wirtschaft.“ Die Arbeitgeberseite bekenne sich in vollem Ausmaß zu dieser Verantwortung, obwohl sich die Rahmenbedingungen der Elektrizitätswirtschaft bereits im abgelaufenen Jahr deutlich verschlechtert haben und im laufenden Jahr auch ein schwerer Konjunktureinbruch bevorsteht. Ein überhöhter KV-Abschluss könne in Anbetracht der öffentlichen Strompreisdebatte und des wachsenden regulatorischen Drucks nicht vertreten werden. Die Gespräche im Rahmen der KV-Verhandlungen werden am 2. Februar 2012 fortgesetzt.






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