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Die Digitalisierung der E-Wirtschaft

 

Die Digitalisierung der Gesellschaft umfasst auch sämtliche Sektoren der Elektrizitätswirtschaft. Digitale Dienstleistungen und Angebote im Energiesektor werden mit dem Roll-out der Smart Meter und der weiteren Etablierung von Smart Grids zusätzlich zu den bereits in Umsetzung befindlichen Digitalisierungsprojekten weitere Impulse erhalten.

In enger Verbindung steht die Digitalisierung auch mit der Energiewende und Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und neuen Energiedienstleistungen. Oesterreichs Energie ist überzeugt, dass ein wesentlicher Umbruch im Gange ist, der das Erscheinungsbild des Sektors tiefgreifend verändert.

Digitalisierung und Servicequalität bei Dienstleistungen sind fundamentale Bausteine für eine leistungsfähige und wirtschaftlich gesunde Elektrizitätsversorgung der Zukunft, die damit neue Geschäftsfelder erschließen, neue Produkte und Dienstleistungen anbieten sowie neue Kunden gewinnen kann.

Österreichs Elektrizitätswirtschaft setzt sich für eine umfassende Digitalisierung auf Basis klarer Regeln zur Erhaltung der Versorgungsicherheit und einer fairen Chancenverteilung für alle Marktteilnehmer ein.

10 Thesen der E-Wirtschaft zur Digitalisierung


ANSPRUCH:
Ziel der E-Wirtschaft ist es, umfassender Dienstleister in der neuen Energiewelt zu werden, als Partner der Stromkunden, als Serviceprovider und als sicherer und innovativer Aggregator und Provider von Daten. Handel und Vertrieb, sowie Verteilernetzbetreiber sind direkte Partner der Stromkunden und Prosumer. Digitalisierte Services auf Verteilernetzebene sind daher sinnvoll und bieten hohe Wertschöpfungs- und Effizienzgewinne.

DATENSICHERHEIT: Digitalisierung ist untrennbar verknüpft mit der Frage nach der sicheren Speicherung, Analyse und Bereitstellung von Daten. Auf Basis der aktuellen Technologien neuer Möglichkeiten der Kundenkommunikation kann die E-Wirtschaft ihren Kunden und Partnern zukünftig zielgerichtete Informationen und individuelle Angebote unterbreiten.

GELTUNGSBEREICH: Digitalisierung ist eine multiple Agenda für alle Unternehmensbereiche der E-Wirtschaft, die jeder Akteur unterschiedlich anwenden muss.

GESCHÄFTSMODELLE: Digitalisierung ermöglicht es, gemeinsam mit Energie und Energieservices auch Datenservices oder Dienstleistungen im Gebäudebereich anzubieten. Die Elektrizitätswirtschaft kann damit zum Full-Service-Provider werden.

INVESTITIONEN: Digitalisierung benötigt Investitionen. Die E-Wirtschaft betrachtet Investitionssicherheit als unverzichtbare Grundlage des anstehenden Umbaus des Stromsystems.

KONVERGENZ: Digitalisierung bewirkt ein Zusammenwachsen der Bereiche Strom, Raumwärme, Mobilität und Kommunikation, eröffnet damit ein neues Betätigungsfeld und verändert die Wertschöpfungsketten und Businessmodelle der E-Wirtschaft.

KUNDENORIENTIERUNG: Digitalisierung ist immer unter dem Gesichtspunkt maximaler Kundenorientierung zu betrachten. Konsumenten erachten Strom, Raumwärme, Mobilität und Kommunikation zunehmend als verwandte Bereiche und setzen mit Eigenerzeugung, der Anwendung und Nutzung digitaler Angebote und Services und dem Wunsch nach direkter Vermarktung einen neuen Rahmen für den Strommarkt. Aus weitgehend passiven Stromkunden werden aktive Marktteilnehmer, die Mehrwert generieren und am Markt Erträge erzielen wollen. Diese Entwicklung will die E-Wirtschaft aufnehmen und aktiv gestalten.

REGULIERUNG: Digitalisierung erfordert Änderungen des regulatorischen Rahmens. Den Netzbetreibern müssen Investitionen in digitale Systeme und Anwendungsbereiche ermöglicht werden, indem seitens der Regulierung entsprechende Rahmenbedingungen geschaffen werden. Erträge aus diesen Bereichen müssen den Unternehmen zur Verfügung stehen.

UNTERNEHMENSORGANISATION: Digitalisierung der E-Wirtschaft wird tief in der Unternehmensorganisation verwurzelt sein und sich in der Unternehmensstruktur widerspiegeln.

VERSORGUNGSSICHERHEIT: Die Stromproduktion der Zukunft die in immer stärkerem Ausmaß in Ökostromanlagen erfolgen soll, ist hoch-volatil und unelastisch gegenüber Preisschwankungen. Das erfordert innovative Maßnahmen, damit die digitalisierte und dezentralisierte Stromwelt ihre Wirkung entfalten kann. Die Erhaltung der Versorgungssicherheit muss als Vorbedingung aller digitalen Services festgelegt werden.