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Ausgestaltung der Regulierungssystematik und des Benchmarkmodells

Oesterreichs Energie und E-Control Austria (ECA) haben mit ihren Gesprächen zum Ablauf und zu den Vorstellungen zur Gestaltung der Regulierung der Systemnutzungstarife ab 1.1.2014 begonnen. Oesterreichs Energie hat sich intensiv mit den einzelnen Themengebieten auseinandergesetzt. Die interne Vorbereitung ist nahezu abgeschlossen. Der interne Meinungsaustausch zu den verschiedenen Positionsoptionen wurde auch durch externe Gutachter unterstützt und von diesen auf Belastbarkeit geprüft. Die Gespräche werden auf High-Level- und Expertenebene geführt.

Investitionen in eine zukunftssichere Netzinfrastruktur

Investitionen in eine zukunftssichere Netzinfrastruktur, Netztarifstruktur für Verteilernetzbetreiber

Eine schwierige Herausforderung bei der Konzeption und Umsetzung des gerade diskutierten Effizienzvergleichs ist die Berücksichtigung der zunehmenden Dynamik der Aufgabenfelder von Verteilnetzbetreibern. Dies liegt daran, dass die auf Benchmarking beruhende Effizienzregulierung üblicherweise darauf abzielt, Anreize zur möglichst kostengünstigen Erbringung eines fest vorgegebenen Aufgabenspektrums (Versorgungsaufgabe) zu setzen. Künftig wird es dagegen im europäischen und national-politischen und damit auch im regulatorischen Interesse immer wichtiger, Netzbetreibern die Ausweitung ihres Tätigkeitsspektrums auf neue Felder wie vermehrten Anschluss dezentraler Erzeugungsanlagen, Energieeffizienz, Implementierung von neuen Technologien (Smart Grids, E-Mobilität, DSM, Smart Meter,…) zu ermöglichen bzw. hierfür Anreize zu schaffen.

Neue Netztarifstruktur für Verteilernetzbetreiber in Österreich

Die Energiewende in Europa und Österreich ist spürbar eingeleitet. Im Rahmen der Klimapolitik und Ressourcenschonung plant die Politik, den Ausbau Erneuerbarer Energien in den nächsten Jahrzehnten weiter zu forcieren. Die aktuellen energiepolitischen Initiativen, z. B. Steigerung der Energieeffizienz und Ausbau der Erneuerbaren Energien stellen Netzbetreiber vor neue Herausforderungen.

Daraus ergibt sich die Frage, inwieweit die heute in Österreich eingesetzte Netztarifstruktur für Verteilernetzbetreiber geeignet ist, diese Herausforderungen in adäquater Weise zu bewältigen und welche Adaptionen zur Schaffung nachhaltiger Tarifstrukturen notwendig sind.

Der Netzausbau wird durch die zu bereitstellende Leistung bestimmt

Nach Ansicht von Oesterreichs Energie erfordert eine nachhaltige Netztarifstruktur Ausgewogenheit zwischen Kostenverursachung und Lenkungseffekt. Dieses muss schrittweise über kurz- und mittelfristige Anpassungsschritte erreicht werden. Durch eine zeitnahe Fokussierung auf eine Grund- und Leistungskomponente, beginnend mit der SNE-VO 2013, konnte diese Ausrichtung vorgenommen werden.

Mittelfristig sind die Ansprüche an die Eigenschaften einer neuen Netztarifstruktur „Kostenorientierung, Verursachungsgerechtigkeit, Gleichbehandlung aller Systemnutzer und entsprechender Lenkungseffekt“ auf Basis der gemessenen Leistung umsetzbar.