Erneuerbare Energien in Österreich
Im EU-Vergleich hat Österreich bereits heute den höchsten Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch. Darauf können wir stolz sein − doch es besteht kein Grund sich auf unseren Lorbeeren auszuruhen …
Die Produktion aus erneuerbare Energiequellen leistet einen wertvollen Beitrag zur Stromerzeugung in Österreich. Die Nutzung von Wasserkraft, Windkraft, Biomasse, Sonnenenergie (Photovoltaik) und Geothermie hat hierzulande Tradition. Auch im EU-Vergleich hat Österreich heute den höchsten Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch. Sicherlich ein Grund, auf das bereits Erreichte stolz zu sein! – Doch der Ausbau erneuerbarer Energien muss auch weiterhin forciert werden.
Windkraft – Energie aus der Luft
Die Stromerzeugung aus Windkraftanlagen kann einen wichtigen Beitrag zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien liefern. Allerdings ist sie nicht immer zuverlässig. Denn für windstille Zeiten müssen so genannte „Schattenkraftwerke“ – meist thermische Kraftwerke – zur Verfügung stehen, um die lückenlose Stromversorgung sicherzustellen. So sind Wärmekraftwerke – aber auch Speicherkraftwerke – die „natürlichen Partner“ von Windkraftanlagen.
Biomasse – wertvolle Energie aus erneuerbaren Rohstoffen
Mittels Biomasseanlagen kann aus erneuerbaren Rohstoffen, zum Beispiel Holz oder Stroh, wertvolle Energie gewonnen werden. Jedoch arbeiten auch sie nicht ganz ohne „unerwünschte Nebenwirkungen“, denn die Verfügbarkeit des Rohstoffes Biomasse ist in Österreich begrenzt.
Kleinwasserkraft – umweltfreundlich und verlässlich
Kleinwasserkraftwerke sind – wie der Name schon sagt – kleine Wasserkraftwerke. Im Vergleich zu größeren Wasserkraftanlagen ist die Stromerzeugung je Leistungseinheit oftmals geringer, sie arbeiten aber genauso umweltfreundlich und verlässlich. Der weitere Ausbau der (Klein-)Wasserkraft in Österreich wird allerdings durch die europäische Wasserrahmenrichtlinie erschwert, wenn nicht sogar unmöglich gemacht. Diese Gewässerschutzbestimmung könnte bei strenger Auslegung sogar die Schließung bestehender Kraftwerke nach sich ziehen – was aber sicherlich nicht im Sinne des Klimaschutzes ist.
Sich ausschließlich auf Ökostromanlagen als Grundlage für unsere Stromversorgung zu verlassen, ist in absehbarer Zeit nicht realistisch. Für die verlässliche Stromversorgung setzt Österreichs E-Wirtschaft daher auch weiterhin auf den flexiblen Mix unterschiedlicher Energiequellen. Nur so kann sichergestellt werden, dass auch in Zukunft ausreichend Strom rund um die Uhr verfügbar ist.






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