Die österreichische Energiestrategie
Die österreichische Energiestrategie soll ein nachhaltiges, wettbewerbsfähiges und weiterhin sicheres Energiesystem garantieren und dazu beitragen, dass die Zielvorgaben des EU-Energie- und Klimapaketes erreicht werden können.
Am 11. März 2010 wurde die Energiestrategie Österreich von Bundesminister Berlakovich (BMLFUW) und Bundesminister Mitterlehner (BMWFJ) der Öffentlichkeit vorgestellt.
Die österreichische Energiestrategie hat die Weiterentwicklung des heimischen Energiesystems in Richtung Nachhaltigkeit zum Ziel. Energiedienstleistungen für den Privatkonsum und für Unternehmen sollen auch in Zukunft weiter in hoher Qualität zur Verfügung gestellt werden, gleichzeitig sollen Österreichs EU-Vorgaben beim Klima- und Umweltschutz realisiert werden können. Dabei wurde die Einhaltung der folgenden Rahmenvorgaben festgelegt:
- Versorgungssicherheit
- Umweltverträglichkeit
- Kosteneffizienz
- Energieeffizienz
- Sozialverträglichkeit und
- Wettbewerbsfähigkeit.
Die Zielvorgaben der EU
Die österreichische Energiestrategie wurde vor dem Hintergrund der Umsetzung des europäischen Energie- und Klimapaketes sowie der globalen energie- und klimapolitischen Herausforderungen erarbeitet. Die Europäische Union hat für Österreich folgende Ziele bis zum Jahr 2020 definiert:
Um die europäischen Ziele in Österreich weitgehend erreichen zu können bedarf es einer mit den Betroffenen abgestimmten Strategie. Der VEÖ unterstreicht die Notwendigkeit und Bedeutung einer langfristigen, über das Zieljahr 2020 hinausgehenden, Energiestrategie und hat deren Erarbeitung maßgeblich unterstützt.
Die Zielvorgaben der Energiestrategie
Den wesentlichen Rahmen der Energiestrategie Österreich bildet die Einhaltung bzw. Erreichung folgender Ziele:
- Stabilisierung des Energieverbrauchs auf dem Niveau von 2005 (1.100 PJ)
- Reduktion der CO2-Emissionen im Nicht-Emissionshandels (Non-ETS) Bereich um 16% im Jahr 2020 gegenüber 2005
- Erreichung des EU-Ziels von 34% an erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch im Jahr 2020
Die Energiestrategie Österreich sieht für die österreichische Energiepolitik eine Dreifach-Strategie zur Erreichung dieser Ziele vor:
- Energieeffizienz steigern und Energiesparen
- Erneuerbare Energien ausbauen
- Energieversorgung langfristig sicherstellen
Die Wirksamkeit der Energiestrategie Österreich wird wesentlich durch die entsprechende Anpassung der Materiengesetze bestimmt werden. Diese Umsetzung ist allerdings offen.
Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien
Aus dem Ziel einer Stabilisierung des Endenergieverbrauchs bis zum Jahr 2020 bei 1.100 PJ ergibt sich die notwendige Nutzung erneuerbarer Energien, die im Jahr 2020 einen Anteil von 34 Prozent am Endenergieverbrauch erreichen muss. Um den in der Energiestrategie berechneten Zielwert für die Nutzung erneuerbarer Energien zu erreichen, müssen von 2008 bis 2020 70 PJ erneuerbare Energien ausgebaut werden. Für diesen Ausbau der erneuerbaren Energien müssen entsprechende Rahmenbedingungen von der Bundesregierung geschaffen werden.
Die Energiestrategie aus Sicht der Elektrizitätswirtschaft
Mit Hilfe der Energiestrategie soll ein nachhaltiges, sicheres und wettbewerbsfähiges Energiesystem gesichert werden. Der wichtigste Schritt zur Erreichung der Ziele des europäischen Energie- und Klimapaketes ist die Reduktion des Gesamtenergieverbrauches.
Neben der verstärkten Nutzung von energieeffizienten Technologien, wie etwa der Elektromobilität oder der Nutzung von Wärmepumpen wird auch ein energiebewusstes Konsumentenverhalten von wesentlicher Bedeutung zur Reduktion des Energieverbrauchs sein. Im Sinne von „Mehr Elektrizität bei geringerem Energieverbrauch“ wird dem Strom in Zukunft daher ein größerer Anteil am Gesamtenergieverbrauch zukommen.








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