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Strom: Der flexible Erzeugungsmix in Österreich

Der Erzeugungsmix der österreichischen Kraftwerke ist durch erneuerbare Energien und insbesondere durch saubere Wasserkraft gekennzeichnet. Ergänzt wird der flexible Mix durch hocheffiziente thermische Kraftwerke. Durch diesen effizienten Erzeugungsmix gehört heimischer Strom im Europavergleich zu jenen Ländern mit den geringsten Emissionen pro Kilowattstunde.

Insgesamt belief sich die Stromerzeugung in Österreich 2014 auf 65.109 GWh. Die Wasserkraft ist mit über 68 Prozent die bedeutendste Quelle für Strom aus Österreich. Die zweite Säule des flexiblen österreichischen Energiemix sind die thermischen Kraftwerke mit einem Anteil von 24 Prozent. Aber auch neue erneuerbare Energieformen - wie Wind, Fotovoltaik und Geothermie - leisten einen steigenden Beitrag zur heimischen Stromerzeugung.

Der flexible Energiemix mit einem hohen Anteil an erneuerbaren Energien und der Nutzung von Kraftwärmekopplungsanlagen mit einem Wirkungsgrad von bis zu 90 Prozent macht die heimische Stromerzeugung zu einem Vorzeigeland in Sachen Klimaschutz im europäischen Vergleich. Gerade einmal 167 Gramm CO2 fallen bei der Erzeugung einer Kilowattstunde Strom in österreichischen Kraftwerken an. Im Vergleich dazu ist der CO2-Ausstoss in Griechenland mehr als fünfmal  so hoch. Unter den Ländern der EU-28 ist lediglich in Frankreich und Schweden der CO2-Ausstoss der Stromerzeugung noch geringer als in Österreich.

Mit Abstand der größte Anteil der heimischen Kraftwerksleistung wird durch Wasserkraftwerke erbracht. Insgesamt erzeugen derzeit 362 größere Laufkraftwerke und rund 2.450 Anlagen unter einem MW sowie 113 Speicherkraftwerke mit einer Engpassleistung von insgesamt 13.500 MW im Jahr 2014 fast 44.800 GWh umweltfreundlichen Strom. Der flexible österreichische Energiemix wird durch insgesamt rund 570 Wärmekraftwerke mit einer Engpassleistung von 8.000 MW ergänzt. Immer größere Bedeutung kommt einer steigenden Anzahl an Erzeugungsanlagen zu, die Strom auf Basis neuer erneuerbarer Energien wie Wind, Fotovoltaik oder Geothermie erzeugen. Mit Ende 2014 lag die Engpassleistung von Anlagen dieser Art schon bei 2.700 MW.

Erzeugungsstruktur 2015, Strom, Erzeugung, Elektrizität, Wasserkraft, Thermische, Kraftwerke, Speicherkraftwerke, Wärmekraftwerke, Geothermie, Photovoltaik, E-Control
Grafik (c) Oesterreichs Energie
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