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Das österreichische Stromnetz

 

Durch den Ausbau erneuerbarer Energien wird die sichere Versorgung mit Strom zur zentralen Säule des Energiesystems entwickeln. Die heimischen Stromnetze gehören zu den sichersten in Europa. Dennoch stoßen die Netze ohne weiteren Ausbau an ihre Kapazitätsgrenzen.

Das österreichische Stromnetz umfasst 258.907 km bezogen auf die Systemlänge und ist in mehrere Netzebenen unterteilt. Den größten Anteil nimmt mit 66,4 Prozent (171.892 km) des gesamten Leitungsnetzes die Niederspannungsebene (kleiner als 1 kV) ein. Über diese Netzebene werden beispielsweise Haushaltskunden mit Strom versorgt. Weitere 31 Prozent (80.287 km) des Stromnetzes entfallen auf die Mittel- und Hochspannungsebene (1kV bis 110 kV), wo die Versorgung größerer Abnehmer und bereits teilweise die Einspeisung von Strom über Kraftwerke erfolgt.

Die Höchstspannungsebene (220 kV bis 380 kV) dient der verlustarmen Übertragung großer Mengen elektrischer Energie. Auch große Kraftwerke speisen den erzeugten Strom direkt auf dieser Netzebene ein. Insgesamt verfügt das österreichische Höchstspannungs-Stromnetz über eine Systemlänge von mehr als 6.728 km (2,6 Prozent).

Die österreichische Stromversorgung gehört mit einer Verfügbarkeit der Stromversorgung von 99,9 Prozent zu den sichersten der Welt. Aus Sicht der E-Wirtschaft ist das nach wie vor hohe Niveau der Versorgungssicherheit aber kein „Ruhekissen“, sondern eine Wegmarke, an der man sich dauerhaft orientiert.

Durch den Ausbau der erneuerbaren Energien und die damit stärkere Beanspruchung des Netzes aufgrund von Erzeugungsschwankungen kommen zusätzlich neue Herausforderungen auf die Infrastruktur zu. Die Entwicklung der Ampelstellungen im Awareness-System des Übertragungsnetzbetreibers zeigen, dass kritische Situationen im österreichischen Stromnetz heute bereits häufig auftreten und im Gegensatz zu früher regelmäßig in der Netzsteuerung berücksichtigt werden müssen. Daher sind auch weiterhin weitreichende Investitionen in die Netze notwendig, um diese Aufgaben erfüllen zu können.

Entwicklung der Netzentgelte seit Beginn der Liberalisierung
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Stromaustausch mit dem Ausland