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Fakten zum Strompreis in Österreich - Nettopreise vs Steuern und Abgaben

Die heimischen Strompreise liegen sowohl für Haushalte als auch für Industriekunden im Mittelfeld vergleichbarer Länder. Darüber hinaus gehören die österreichischen Strompreise zu den stabilsten in Europa. Sie stiegen zuletzt deutlich geringer als im europäischen Durchschnitt und sind regelmäßig geringer als die Inflationsrate.

Steuern und Abgaben auf Strom haben sich verdoppelt

Auf den Punkt gebracht: Hätte Österreich den Steuersatz auf Strom wie beispielsweise Großbritannien, würde der Strompreis hierzulande zu den niedrigsten in Europa zählen.

Während im Vergleichsjahr 1996 vor der Strommarkt-Liberalisierung noch 2,7 Cent pro Kilowattstunde auf Steuern und Abgaben entfielen, müssen Haushaltskunden heute dafür bereits mehr als das Doppelte für gesetzlich vorgegebene Belastungen auf den Strompreis zahlen, während die reinen Energie- und Netzanteile real sogar zurückgegangen sind.

Aktuell ist die Steuer- und Abgabenbelastung auf Strom für Haushaltskunden in kaum einem anderen europäischen Land höher als in Österreich. Sie beträgt hierzulande nach Berechnung der europäischen Statistikbehörde Eurostat 7,5 Cent pro Kilowattstunde und liegt damit bei 37 Prozent des Gesamtpreises. Im Vergleich dazu liegt der Steuersatz in Großbritannien nicht einmal bei fünf Prozent. Ähnlich stellt sich die Situation für Industrie- und Gewerbekunden dar: Hier wird die hohe Steuerbelastung in Österreich nach aktuellsten Daten nur von vier europäischen Ländern übertroffen.

Österreich ist bei Netto-Haushaltsstrompreisen im Mittelfeld

Der Europavergleich zeigt ein moderates Strompreisniveau in Österreich. Bei den Netto-Haushaltsstrompreisen (Energie und Netz) liegt Österreich mit 12,6 Cent pro Kilowattstunde im Mittelfeld vergleichbarer Länder mit ähnlichem Kaufkraftniveau. Allerdings ist die Steuer- und Abgabenbelastung für heimische Stromkunden überdurchschnittlich hoch. Mit 7,5 Cent pro Kilowattstunde ist die absolute Steuerbelastung auf Strom vergleichsweise hoch.

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Der Industriestrompreis stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Wirtschaft

Der Strompreis für einen durchschnittlichen Industriebetrieb (Energie und Netz) in Österreich liegt bei 7,3 Euro-Cent pro Kilowattstunde (Jahresverbrauch 500 bis 2000 MWh) und ist damit deutlich günstiger als im EU-Schnitt. Damit stärken die Strompreise die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Wirtschaft und des Industriestandortes Österreich.

Die Steuerbelastung für heimische Industriekunden ist hingegen wie bei den Haushaltspreisen nur in wenigen europäischen Ländern höher als in Österreich.

Österreichischer Strompreis: deutlich günstiger als der EU-Durchschnitt

Insgesamt ist die Entwicklung der Endkundenstrompreise in Europa von einer steigenden Tendenz gekennzeichnet. Die österreichischen Strompreise verzeichnen allerdings langfristig eine deutlich moderatere Entwicklung als in vergleichbaren europäischen Ländern und im Durchschnitt der EU-27. Der Anstieg der Strompreise für Haushaltskunden (Energie und Netz) in der EU-27 lag in den vergangenen Jahren über der Entwicklung in Österreich - in einigen Ländern sogar deutlich darüber. Ebenso steigt der Strompreis für heimische Kunden deutlich geringer als die Preise anderer Energieträger und sogar geringer als die Inflationsrate.

Grafik (c) Oesterreichs Energie
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