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Stromversorgung: Der flexible Erzeugungsmix in Österreich

Auf Österreichs Stromversorgung ist Verlass. Dafür sorgt ein Mix aus unterschiedlichen Energieträgern, der – im gewissen Rahmen - flexibel in den Umwandlungstechnologien eingesetzt werden kann. Dieser Mix gewährleistet, dass Erzeugungskapazitäten jederzeit optimal eingesetzt werden können.

Auf Österreichs Stromversorgung konnten wir uns bisher jederzeit verlassen: in trockenen Sommern, in kalten Wintern und bei Windstille und wenn die Sonne einmal nicht scheint. Das Geheimnis dieser Verlässlichkeit liegt im flexiblen Mix unterschiedlicher Energieformen:

  • Wasserkraft aus Laufkraftwerken deckt einen Großteil der Grundlast ab.
  • Wasserkraft aus Speicherkraftwerken stellt für Bedarfsspitzen rasch erneuerbare Energie bereit.
  • Modernste thermische Kraftwerke erzeugen Strom aus Gas, Öl und Kohle und leisten so ihren flexiblen Beitrag sowohl zum Grund- wie zum Spitzenbedarf. In Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung wird die Energie besonders effizient genutzt: Neben der Stromerzeugung wird hier Wärme (als Fernwärme) erzeugt und über ein Versorgungsnetz den Endkunden (z.B. Haushalten) als Raumwärme zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus trägt eine verbrauchernahe regionale Erzeugung zur Versorgungssicherheit und regionalen Wertschöpfung bei.
  • Neue erneuerbare Energieformen (unter anderem Wind, Biomasse, Biogas und Solarenergie) ergänzen die Stromproduktion.

Zusammen sorgt der Einsatz der verschiedenen Energieformen dafür, dass jederzeit verlässlich Strom ins Netz eingespeist werden kann, auch wenn die Energieform nicht jederzeit voll verfügbar ist oder die Kapazität der Umwandlung nicht jederzeit zum Einsatz kommt. >> Siehe auch: Daten & Fakten zum flexiblen Strommix in Österreich

 

Ein flexibler Energie-Mix für Versorgungssicherheit

Der flexible Mix gewährleistet, dass unterschiedliche Energieträger flexibel eingesetzt werden können, wenn ein Energieträger gerade nicht die volle Leistung erbringen kann.

Das zeigte sich z.B. im Trockenjahr 2003, als es um 20 Prozent, gebietsweise sogar um 30 Prozent weniger Niederschläge und damit Wasser für die Kraftwerke gab und thermische Kraftwerke die Erzeugungsausfälle bei der Wasserkraft ausgleichen mussten.Auch die kurzfristigen Zulieferprobleme bei Gas zum Jahreswechsel 2009 zeigten, wie wichtig es ist, nicht nur von einer Ressource abhängig zu sein.

Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien: Umweltschutz braucht eine verlässliche Basis

Neue erneuerbare Energieformen im Sinne des Ökostromgesetzes (Kleinwasserkraft, Windkraft, Biomasse und Fotovoltaik) leisten ihren wichtigen Beitrag in der heimischen Stromerzeugung. Ein Charakteristikum beeinträchtigt den großflächigen Einsatz dieser Energieformen: Die Leistungskapazität der Ökostromanlagen ist zum Teil stark wetterabhängig. Wenn eine Anlage weniger Strom produziert oder gar ausfällt, muss Strom anderweitig verfügbar sein – sonst ist die Stromversorgung gefährdet. Das bedeutet: Es müssen rasch Erzeugungskapazitäten bereitstehen, weil Strom nicht gespeichert werden kann. Die einzige Möglichkeit, elektrische Energie großtechnisch zu „speichern“, sind Pumpspeicherkraftwerke. Diese garantieren schnelle Verfügbarkeit von Strom und decken Bedarfsspitzen ab.

Thermische Stromerzeugung: Effizienz macht sich bezahlt

Thermische Kraftwerke haben einen sehr großen Vorteil: Mit ihnen lässt sich effizient und damit sehr wirtschaftlich Strom erzeugen. Das gilt besonders für Anlagen mit hocheffizienten Kraft-Wärme-Kopplung: Hier wird auch die Wärme genutzt, die bei der Stromerzeugung anfällt, und etwa ins Fernwärmenetz eingespeist. Moderne Anlagen erreichen fast 90 Prozent Wirkungsgrad. Darüber hinaus wurde, dank modernster Technologien und ständiger Investitionen, der CO2-Ausstoß dieser Kraftwerke in Österreich stetig reduziert. Gaskraftwerke verursachen weniger CO2–Emissionen als solche, die mit Kohle oder Öl betrieben werden. Wie sich aus der Vergangenheit aber gezeigt hat: Im Hinblick auf die Versorgungssicherheit wäre es leichtfertig, allein auf Gas zu setzen. Nur die sinnvolle und koordinierte Nutzung aller Energieträger gibt uns Gewissheit, dass jederzeit Strom in ausreichender Menge und Qualität verfügbar ist und der flexible Mix funktioniert.

Andernfalls würden wir von Stromimporten abhängig: Dabei ist nicht gewährleistet, woher der Strom stammt. Die Quelle könnte ein Atomkraftwerk sein, oder auch ein thermisches Kraftwerk, das wesentlich weniger umweltschonend betrieben wird als unsere modernen österreichischen Anlagen. Darüber hinaus wird Österreich von ausländischen Stromanbietern abhängig.

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