Smart Meter – Wunsch und Wirklichkeit
Die Milliardeninvestitionen für die flächendeckende Einführung von Smart Metering in Österreich erfordern noch umfangreiche Vorarbeiten. Neben der Finanzierung sind sowohl die datenschutzrechlichen Aspekte als auch der Leistungsumfang verbindlich festzulegen, damit es zu keinen Stranded Investments kommt.
Capgemini-Studie zum flächendeckenden Roll-Out von Smart Meter in Österreich
Ein flächendeckender Roll-Out von Smart Meter verursacht laut einer Studie von Capgemini im Auftrag von Oesterreichs Energie voraussichtlich Mehrkosten von rund 2,53 Milliarden Euro gegenüber der Beibehaltung der konventionellen Zähler bis 2028. „Davon entfallen 1,9 Milliarden Euro auf die Investitionskosten und 634 Millionen Euro auf laufende Kosten“, erklärte Michael Trampert, Leiter des Bereichs Energy&Utilites bei Capgemini Österreich. Der derzeit einschätzbare finanzielle Nutzen, den Smart Meters für Stromkunden und Netzbetreiber bewirken, beträgt dagegen lediglich 127 Millionen Euro. Trampert: „ Damit bleiben gesamtwirtschaftliche Mehrkosten in der Größenordnung von ca. 2,4 Milliarden Euro, das sind 25,35 Euro pro Zählpunkt und Jahr. Für die österreichischen Stromnetzbetreiber wurde das bis 2028 jährliche Kosten von 43 Euro pro Zählpunkt bedeuten, die abzugelten sind. Nach reinen Wirtschaftlichkeits-Kriterien macht die flächendeckende Einführung von Smart Metering zur Zeit keinen Sinn.“
Standpunkt von Oesterreichs Energie
Oestereichs Energie befürwortet Smart Metering als wichtige Voraussetzung für die Umgestaltung des Energiesystems in Richtung Nachhaltigkeit. Schmidt: „Wichtige Zukunftstrends, wie E-Mobility oder der verstärkte Ausbau der dezentralen Stromerzeugung benötigen Smart Grids und Smart Meter als Voraussetzung, um ihre volle Wirkung entfalten zu können. Österreichs E-Wirtschaft ist bereit in innovative Systeme zu investieren, dafür müssen allerdings die Rahmenbedingungen stimmen.“ Österreich dürfe nicht in eine ähnliche Falle laufen wie die Niederlande, wo der Einsatz der Smart Meter aus Datenschutzgründen an die Zustimmung jedes einzelnen Kunden geknüpft ist.






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